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Die Schranke am Aichacher Landratsamt ist gerechtfertigt

Die Schranke am Aichacher Landratsamt ist gerechtfertigt
Kommentar Von Christian Lichtenstern
14.12.2019

Es gibt genug Parkplätze in Aichach - auch wenn viele Autofahrer oft das Gegenteil behaupten. Deshalb ist die neue Schranke am Landratsamt gerechtfertigt.

Wer glaubt, dass es in Aichach zu wenig Parkplätze gibt, der sollte mal eine andere vergleichbare Kleinstadt in der Region und auch weit darüber hinaus anfahren. Stellflächen sind hier mehr als genug vorhanden – vorausgesetzt Autofahrer sind bereit, auch mal ein paar Schritte zu laufen.

Wer die Stadtpolitik über die Jahre hinweg verfolgt, gewinnt dennoch den Eindruck, hier gibt es einen permanenten Mangel und jede einzelne Stellfläche muss mit Zähnen und Klauen verteidigt werden. Genau so sieht die Stadt auch aus. Wer sich als Fußgänger durch die optisch gelungen sanierte Obere Vorstadt bewegt, der schlängelt sich nicht nur in der Vorweihnachtszeit am so genannten ruhenden Verkehr vorbei.

Weil Autofahrer hier irgend wie immer Vorfahrt haben, kommt auch jeder Autofahrer mit dem Anspruch in diese Stadt, sein Gefährt direkt am Zielort abzustellen. Der jetzt beschrankte Parkplatz am Landratsamt wird die eh schon angespannte Situation rund um das Blaue Palais und das Milchwerkgelände weiter verschärfen. Der Schritt des Landkreises wird deshalb nicht überall auf Begeisterung stoßen, ist aber absolut nachvollziehbar. Das ist ein Platz für Kunden und Mitarbeiter und nicht für die motorisierte Allgemeinheit, die kurze Wege schätzt.

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Klar ist: In einer ländlichen Region kann auch ein sehr gut ausgebauter Öffentlicher Personennahverkehr den Individualverkehr nicht ersetzen. Helfen würde aber, wenn zumindest die Menschen aus der Stadt selbst und den Stadtteilen ohne eigenes Auto in die Innenstadt kommen. Die Überlegungen der SPD-Fraktion für einen „Flexibus“ gehen da klar in die richtige Richtung. Enormes Potenzial hätte auch das Fahrrad, aber keine Lobby in der Stadtpolitik. Bestes Beispiel ist wieder die Obere Vorstadt. Da war kein Platz mehr für eine Radlspur, aber natürlich für möglichst viele Parkplätze.

Lesen Sie dazu auch den Artikel Schranke am Landratsamt: Ab Montag müssen Fremdparker zahlen

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