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Kühbach

06.03.2009

Die fetten Jahre sind vorbei

Die Marktgemeinde Kühbach schafft heuer wahrscheinlich keinen ausgeglichenen Haushalt. Laut Haushaltsplan muss die Gemeinde 194.000 Euro aus dem Vermögenshaushalt entnehmen, um die laufenden Ausgaben zu decken. Von Nicole Simüller

Kühbach. Die Marktgemeinde Kühbach schafft heuer wahrscheinlich keinen ausgeglichenen Haushalt. Laut Haushaltsplan muss die Gemeinde 194 000 Euro aus dem Vermögenshaushalt entnehmen, um die laufenden Ausgaben zu decken. Dennoch will sie ihre Schulden bis Jahresende von derzeit fast 1,3 Millionen weiter auf 809 000 Euro zurückfahren. Trotz einer geplanten Reduzierung der Rücklagen stehen am Ende immer noch 985 000 Euro auf der Haben-Seite.

Insgesamt will die Marktgemeinde heuer eine Million Euro investieren (siehe Kasten). "Unsere guten Zeiten sind vorbei. Trotzdem brauchen wir nicht mit Sorge auf unseren Haushalt zu blicken", sagte Bürgermeister Hans Lotterschmid in der Sitzung des Marktgemeinderates. Von den 809 000 Euro Schulden, die Ende des Jahres zu Buche schlagen werden, könne man 300 000 Euro für das Darlehen für die Photovoltaikanlage auf dem Bauhofdach abziehen. Denn die Anlage finanziere sich durch die Einspeiservergütung praktisch selbst.

Bereits im Haushaltsplan des vergangenen Jahres hatte die Marktgemeinde mit einer Entnahme aus dem Vermögenshaushalt in Höhe von 341 000 Euro gerechnet. Zwar liegt das Rechnungsergebnis von 2008 noch nicht vor, aber am Ende konnten dem Vermögenshaushalt laut Lotterschmid wohl doch rund 250 000 Euro zugeführt werden. Im vergangenen Jahr war man noch davon ausgegangen, dem Vermögenshaushalt heuer 282 000 Euro zuführen zu können. Doch anders als geplant ist heuer wohl eine Entnahme von 194 000 Euro nötig.

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Insgesamt beläuft sich der Vermögenshaushalt auf 2,9 Millionen Euro und damit fast 1,3 Millionen weniger als im Haushaltsplan des vergangenen Jahres. Der Verwaltungshaushalt liegt mit fast 4,4 Millionen Euro etwas über dem des vergangenen Jahres (vier Millionen).

Höchste Kreisumlage aller Zeiten

Wie wiederholt berichtet, hatte eine Fehlberechnung der Gewerbesteuer durch das Finanzamt den Kühbacher Haushalt in Turbulenzen gebracht. Die Marktgemeinde musste im Jahr 2007 über eine Million Euro Gewerbesteuer zurückzahlen. Die Schlüsselzuweisung und die Kreisumlage, die immer nach den Einnahmen der Kommunen von vor zwei Jahren berechnet werden, wurden aber aufgrund der ursprünglich geplanten, höheren Gewerbesteuereinnahmen ermittelt.

Daher erhält die Gemeinde heuer nur 44 000 Euro Schlüsselzuweisung (Vorjahr: 232 000 Euro), muss aber fast 1,6 Millionen Euro Kreisumlage (Vorjahr: 1,3 Millionen Euro) bezahlen - laut Lotterschmid mehr als je zuvor. Er erinnerte an die hohen Schulden des Landkreises: "Das sind Schulden von uns allen. Die müssen eben bezahlt werden."

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