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Todtenweis

23.07.2020

Differenzen mit der Firma Durach sorgen für Ärger im Gemeinderat Todtenweis

Die Firma Durach im Todtenweiser Ortsteil Sand produziert Konserven. Zwischen der Gemeinde und dem Unternehmen knirscht es.
Bild: Benedikt Christoph (Archiv)

Plus Vorhaben des Konservenherstellers Durach stoßen im Todtenweiser Gemeinderat auf heftige Kritik. Es geht auch um die Informationspolitik der Firma.

Frei von Spannungen ist das Verhältnis zwischen der Gemeinde Todtenweis und der Firma Durach in Sand keineswegs. Dass es bisweilen erheblich knistert zwischen den beiden Parteien, das wurde spätestens bei der Bürgerversammlung im Frühjahr offenkundig. Diese Dissonanzen kamen nun erneut bei einer Sitzung des Gemeinderats zum Ausdruck.

Konservenhersteller Durach plant zwei weitere Sanitärcontainer

Bürgermeister Konrad Carl missfallen nicht allein die „formlosen Bauvoranfragen“, die von diesem Hersteller von Sauer- und Gemüsekonserven in der Gemeindeverwaltung eintreffen. Dies galt etwa für den Antrag, zwei weitere Sanitärcontainer aufzustellen. Dabei fehlten laut Beschlussvorlage ein Lageplan, die Größenangabe, das Erschließungskonzept für Wasser und Abwasser sowie die Definition zum zeitlichen Rahmen, der als „vorübergehend“ angegeben wird.

Die Firma Durach möchte Container aufstellen. Die die Todtenweiser Gemeinderäte vermissen allerdings einige Unterlagen zu dem Vorhaben.
Bild: Marcus Merk (Archiv)

Thomas Eberle merkte an, er habe vor einigen Wochen gesehen, wie ein Tieflader Container angeliefert habe; demnach seien die Behälter bereits aufgestellt. Wenige Stunden vor der Sitzung habe das Unternehmen schriftlich mitgeteilt, dass man den Antrag zurückziehe. Der Gemeinderat lehnte ihn schließlich einstimmig ab. Beate Pußl, die Leiterin des Bauamts in Aindling, hatte eine Stellungnahme vom Gremium verlangt, damit das Unternehmen sehe, wie es seine Planungen ausrichten soll.

Todtenweis: Bürgermeister vermisst eine Antwort von Durach

Ein weiterer formloser Antrag galt der Errichtung von Wohnungen/Containern. Auch hier wurde das Fehlen diverser Unterlagen beklagt. Der Rat war sich in seiner ablehnenden Haltung einig. Zuerst muss der Antragsteller die Stellungnahme einer Fachstelle vorlegen, welche Maßnahmen nötig sind. Nicht nur Franz Färber befürchtete wegen der Nähe zur Bebauung eine Lärmbelästigung. Bernhard Riß wollte die „leidigen Diskussionen“ abschließen und dem Antragsteller eine Brücke bauen. Im Osten könne man sich die Wohnungen eher vorstellen als im Westen. Bürgermeister Carl betonte: „Wir haben wirklich alles getan.“ Eine E-Mail vom Juni sei jedoch bis heute ohne Antwort geblieben.

Standort für neuen Abwasserbehälter wird kritisch gesehen

Aus abwassertechnischer Sicht wurde die von Durach geplante Errichtung eines Misch- und Ausgleichsbehälters mit einem Volumen von 525 Kubikmeter als „extrem wichtig“ eingestuft. Den vorgesehenen Standort neben der Kapellenstraße sieht der Gemeinderat aber kritisch. Außerdem muss das Geruchsgutachten überarbeitet werden wie es hieß.

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