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Dorffest in Todtenweis

02.07.2018

Doadaweis putzt sich zum Gmoafest heraus

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4 Bilder
Todtenweis hat sein Gemeindejubiläum gefeiert. Atmosphärisch ging es dabei zu.
Bild: Sofia Brandmayr

Todtenweis wird 985 – seit 200 Jahren verwaltet sich die Gemeinde zudem schon selbst. Das feiern die Bewohner mit einem zweitägigen Dorffest.

Das Todtenweiser „Gmoafest“ am Wochenende war ein Erfolg: 200 Jahre kommunale Selbstständigkeit, 200 Jahre unveränderte Gebietskörperschaft und 985 Jahre Todtenweis wurden gebührend gefeiert. Wie Bürgermeister Konrad Carl in seiner Begrüßungsansprache am Samstagabend sagte: „Es hod in den letzten Tagen ganz schön gwuselt. Es lasst sich seha, was alles aufgebaut ist.“

Der Bürgermeister meinte damit, dass sich die Vereine ganz viel Mühe gegeben haben. Rund um die Dorfmitte waren diese mit ihren Ständen platziert und boten ein Bild des harmonischen Miteinanders. Als Ehrengäste konnte Konrad Carl Altbürgermeister Josef Kodmeir, Rehlings Bürgermeister Alfred Rappel, den Bundestagsabgeordneten Ulrich Lange und den ehemaligen Pfarrer Anton Tischinger begrüßen. Zur Unterhaltung spielten „De junga Oidborischn“ auf. Mit zwei Schlägen schaffte es Konrad Carl, das erste Fass Bier anzuzapfen. Er schenkte Freibier aus und stieß mit Ulrich Lange und allen Gästen auf ein gelungenes Fest an.

Lange bezeichnete Todtenweis als „Gallisches Dorf“, da es sich nicht unterkriegen lasse. Als Berliner sagte er zu den Todtenweisern: „Nehmts was ihr kriegen könnt.“ Er dankte für die Dorfgemeinschaft, die das Dorf leben lasse – und dies ganz besonders an diesem Wochenende. Pfarrer Anton Tischinger lobte die Dorfgemeinschaft musikalisch. Auf die Melodie der Deutschlandhymne sang er Acapella: „Heute feiert ihr Geburtstag, Todtenweis wird 200 Jahr. Stoßet an und wünscht Gelingen, Sekt und Wein sind reichlich da. Drum lasst uns alle singen und stimmt alle fröhlich ein. Schenke mir noch, schenke dir noch, schenke uns noch einen ein.“ Anschießend verteilten sich die Besucher auf die Plätze der einzelnen Vereine, die mit unterschiedlichsten Essensangeboten und Attraktionen aufwarteten. Bis weit in die Nacht wurde bei sommerlichen Temperaturen das Jubiläum gefeiert.

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Der Sonntag begann wieder mit dem Empfang der Vereine mit Fahnenabordnungen an der Linde. Im gemeinsamen Kirchenzug ging es zum Gottesdienst in die Pfarrkirche, den Pfarrer Babu zelebrierte. In seiner Ansprache ging er auf die Gemeinde und Gemeinschaft ein: Wir sollten Gott danken für die gemeinsame Zeit, die ohne Engagement und Einheit nicht gehe. Er wünschte der Gemeine weiterhin viel Kraft und Mut zum Gelingen und betonte, dass man nur gemeinsam stark sei.

Nach dem feierlichen Gottesdienst ging es zurück zum Dorfplatz zum Feiern. Dort sprach Bürgermeister Konrad Carl nochmals Dankesworte an alle Helfer und wünschte weiterhin ein gutes Gelingen und ein schönes Fest. Die Kleinen von Todtenweis führten einen Tanz unter Leitung von Daniela Marquart auf. Nachdem sich die meisten gestärt hatten, wurde fleißig am „Hau den Lukas“ die Kräfte erprobt. Manche versuchten auch, mit dem Blasrohr in die Mitte der Zielscheibe zu treffen. Weiter wurden die alten Traktoren der Ellgauer Bulldogfreunde besichtigt. Die Festbesucher konnten auch einem Kunstschnitzer dabei zusehen, wie er mit der Motorsäge aus einem Eichenstamm einen Alligator fertigte. Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko lud die Todtenweiser zu einer Besichtigung des bayrischen Landtags ein, um zu sehen, wo die Zuschussanträge verabschiedet werden. Landrat Klaus Metzger freute sich, dass Todtenweis so ein Fest auf den Weg gebracht habe. Der Zauberer Werner Link bastelte für die Kinder Hunde, Spinnen oder Flamingos aus Luftballonschlangen und verzaubert sie damit. Nachmittags öffnete noch das Heimatmuseum mit einer Ausstellung über die 200-jährige Geschichte der Kommune Todtenweis mit ihrer langjährigen Selbstständigkeit.

Die vielen Gäste aus Nah und Fern waren von der heimeligen Atmosphäre und dem Einfallsreichtum im Aufbau der Buden beeindruckt und fanden das Fest einfach schön anzusehen.

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