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Baubeginn

09.03.2017

Drei Ärzte greifen in Pöttmes zum Spaten

An der Bürgermeister-Rohrmüller-Straße entsteht das Pöttmeser Ärztehaus, das im Herbst 2018 fertig sein soll. Dann sollen die Mieter, alle ortsansässige Mediziner, einziehen. Beim Spatenstich in der Mitte Dr. Haxhi Kerolli, Dr. Rita Mallison und Dr. Tamás Borvendég in der blauen Jacke mit Krawatte.
Bild: Johann Eibl

In 18 Monaten soll das fünf Millionen Euro teure Ärztehaus fertig sein. Planer Schrammel: Kombination aus Moderne und Tradition

Es wird das größte und zugleich auch das teuerste Projekt im Laufe der sechs Jahre von 2014 bis 2020, in denen der aktuelle Gemeinderat im Amt ist: Diesen Aspekt stellte der Pöttmeser Bürgermeister Franz Schindele gestern beim Spatenstich für das neue Ärztehaus in den Vordergrund. Mit fünf Millionen Euro ist der Bau an der Bürgermeister-Rohrmüller-Straße im Ortszentrum veranschlagt. Im Herbst 2018 soll er fertiggestellt sein.

„Für Pöttmes ist das ganz, ganz wichtig“, betonte der Bürgermeister: „Wir sichern unsere gute medizinische Versorgung.“ Als Bürgermeister bekomme er derzeit bei den vielen Gesprächen vor dem Verkauf eines Grundstücks immer wieder Fragen nach der Infrastruktur in dieser Kommune zu hören. Da sei es von großer Bedeutung, für die Betreuung von Kindern Lösungen vorweisen zu können und ebenso für die Behandlung kranker Mitbürger.

Mit den Ärzten habe man langfristige Verträge abgeschlossen. Schindele selbst („Mein Bruder ist Arzt“) musste die Verhandlungen im Vorfeld des Projektes beenden, weil er indirekt beteiligt ist. Diese Aufgabe übernahm Thomas Huber, der Dritte Bürgermeister, dem Schindele ein Engagement mit viel Herzblut bescheinigte. Ausdrücklich bedankte sich der Gemeindechef dafür, dass Huber kurzfristig eingesprungen sei. Dann wandte sich Schindele an die 13 erschienenen Mitglieder des Gemeinderats: „Es ist nicht so einfach, bei einem Fünf-Millionen-Projekt ja zu sagen.“ Der Kämmerer in der Pöttmeser Verwaltung habe angesichts der enormen Summe keine große Begeisterung verspüren lassen. Zu diesem Thema wie auch zum Fertigstellungstermin in 18 Monaten sagte Schindele: „Wir schaffen das auch.“

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Den Planungsauftrag hatte das Büro Schrammel aus Augsburg erhalten. Laut Stefan Schrammel war es von Anfang an ein ehrgeiziges Projekt. Die Anforderungen vonseiten der Medizin änderten sich ständig, darauf müssten die Planer bei ihren Überlegungen Rücksicht nehmen. Auf diese Weise soll gesichert werden, dass es im Lauf der Jahre nicht allzu schwer fällt, wenn etwa Veränderungen im Gebäude notwendig erscheinen. Moderne (im Inneren des Hauses) werde mit der Tradition verbunden, führte Schrammel aus. Dazu erwähnte er dieses Beispiel: Um den Bau der Umgebung anzupassen, ist ein geneigtes Ziegeldach vorgesehen.

Die Grundfläche beläuft sich auf 1050 Quadratmeter, der umbaute Raum auf 5150 Kubikmeter. Schrammel ist sich darüber im Klaren, dass in den nächsten Monaten noch einige Fragen zu klären sein werden: „Wenn wir alle an einem Strang ziehen, dann müssten sich die kleinen Probleme lösen lassen.“ Für die Bauleitung wird Martin Geck zuständig sein. Zum symbolischen Spatenstich präsentierten sich die gut 30 Teilnehmer vor einem Bagger, der bereit stand, um wenig später die ersten regulären Arbeiten zu starten. In der ersten Reihe griffen drei Ärzte zum Spaten, was gewiss nicht jeden Tag vorkommt, haben diese in ihren Praxen doch eher mit filigranerem Gerät zu tun: Haxhi Kerolli, Rita Mallison und Tamás Borvendég.

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