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Sielenbach

10.04.2015

Drei schuldenfreie Jahre gehen zu Ende

Ab September ist die Gemeinde Sielenbach Träger des Kindergartens im Ortsteil Tödtenried. In absehbarer Zeit ist hier ein Anbau für eine dritte Gruppe nötig. Das Geld dafür hat die Gemeinde bereits im Haushalt für 2015 eingeplant.
Bild: Archivfoto: Michaela Schmid

Die Gemeinde Sielenbach investiert heuer rund 1,2 Millionen Euro. Das geht nur mit einem Kredit.

Sielenbach Nach drei schuldenfreien Jahren schafft es die Gemeinde Sielenbach in diesem Jahr nicht ohne einen Kredit. Einer der Gründe sei, dass im vergangenen halben Jahr fast eine halbe Million Euro in Grunderwerb für Baugebiete investiert worden sei, erklärte Zweiter Bürgermeister Franz Moser.

Er leitete die Sitzung des Gemeinderats am Mittwoch für den erkrankten Bürgermeister Martin Echter. Dazu kommt: Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sind heuer nur etwa halb so hoch wie im Vorjahr.

Während der vergangenen Jahre sprudelte die Gewerbesteuer kräftig. Durchschnittlich eine Million Euro nahm Sielenbach ein. „Das waren Ausnahmejahre“, erklärte Kämmerin Claudia Michl. Mit den hohen Nachzahlungen, die dafür verantwortlich waren, rechnet Michl heuer nicht.

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Sie hat die Gewerbesteuer mit rund 550000 Euro angesetzt. Entsprechend verringert sich auch die Gewerbesteuerumlage. Die Gemeinde habe in den vergangenen Jahren die Zeit der guten Steuereinnahmen genutzt und sei alle notwendigen Projekte angegangen, sagte Moser. Außerdem habe die Gemeinde einen Schuldenberg von 2,4 Millionen Euro abgebaut.

Rund 1,2 Millionen Euro will die Gemeinde in diesem Jahr investieren. Den größten Teil davon steckt sie in Baumaßnahmen. Ein weiteres großes Projekt ist die Schaffung von Baugebieten. Für den Ankauf von Grundstücken sind rund 340000 Euro im Haushalt vorgesehen. „Das sind wichtige Investitionen für die Zukunft beziehungsweise Ausgaben, die die Gemeinde in den folgenden Jahren wieder als Einnahmen verbuchen kann“, führte der Zweite Bürgermeister aus.

Die 400000 Euro, die Sielenbach in diesem Jahr als Kredit aufnimmt, seien für eine schuldenfreie Gemeinde als nicht schwierig anzusehen, sagte Moser. Dazu kommt, dass die Gemeinde Baugrundstücke im Wert von rund 600000 Euro als Rücklagen hat.

Voraussichtlich werde auch nur etwa die Hälfte der Kreditsumme tatsächlich benötigt, erklärte die Kämmerin. Sie hat die Summe vorsichtshalber höher angesetzt, weil eine Gemeinde nur so viel Kredit beantragen kann, wie im Haushalt vorgesehen ist.

Eine Aufgabe, die auf die Gemeinde in nächster Zeit zukommen wird, ist der Anbau für eine dritte Kindergartengruppe. Moser: „Das dürfte mit der derzeitigen Finanzlage kein Problem darstellen.“ Ab September ist die Gemeinde Träger des Kindergartens Tödtenried. Das hat der Gemeinderat am Mittwoch beschlossen (eigener Bericht folgt).

Kämmerin Michl hatte das im Haushalt bereits berücksichtigt und anteilig für die vier Monate die Kosten eingetragen. Dabei handele es sich nur um Schätzwerte, teilte sie dem Gemeinderat mit.

Insgesamt sei es ein gesunder und solider Haushalt, fand Moser. „Die Gemeinde kann zufrieden auf das Erreichte blicken.“

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