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Pöttmes/Augsburg

23.04.2015

Dritte Runde im Kunstraub-Prozess?

Auch in zweiter Instanz wurde ein 61-Jähriger aus dem Raum Pöttmes am Landgericht Augsburg zu zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. Er soll einen Einbruch vorgetäuscht und versucht haben, seine Versicherung um eine sechsstellige Summe zu betrügen. Nun legten seine Verteidiger Revision ein.
Bild: Archivfoto: Alexander Kaya

Er soll versucht haben, seine Versicherung um eine sechsstellige Summe zu betrügen. Zwei Gerichte verurteilten ihn dafür. Das will der Angeklagte nicht so stehen lassen.

Pöttmes/ Augsburg Zwei Jahre und acht Monate soll ein Mann aus einer Donaumoos-Einöde bei Pöttmes hinter Gitter. Er soll einen Einbruch in sein Wohnhaus vorgetäuscht und versucht haben, seine Versicherung um den Wert der angeblichen Beute in sechsstelliger Höhe zu betrügen.

Sowohl in erster als auch in zweiter Instanz wurde der 61-Jährige dafür schuldig gesprochen. Die Verteidigung aber will es dabei nicht bewenden lassen.

Sie legte nun, wie angekündigt, Revision ein. Ob sie zugelassen wird, ist noch nicht entschieden. Das teilte ein Sprecher des Landgerichts Augsburg auf Nachfrage mit.

Wie berichtet, hatte der Angeklagte im Berufungsprozess am Landgericht widersprüchliche Aussagen gemacht. Zunächst räumte er die Vorwürfe ein. Am Ende schränkte er sein Geständnis ein und erklärte, es habe doch einen Einbruch gegeben.

Er habe „nur“ den Wert der Beute höher beziffert, um mehr Geld von der Versicherung bekommen. Diese ging aufgrund der über 100 Positionen langen Liste angeblich gestohlener Gegenstände zunächst davon aus, dass sie 265000 Euro ausbezahlen müsste. Während des Berufungsprozesses korrigierte sie die Summe auf 330000 Euro.

Der Angeklagte hatte ihr einen Schaden von über einer halben Million Euro gemeldet. Seine Verteidiger plädierten auf Freispruch. (nsi)

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