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IHK-Abschluss

07.11.2018

Duale Ausbildung: Erfolgsmodell für Chefs von morgen

Die besten Absolventen aus dem Landkreis Aichach-Friedberg in IHK-Berufen: (von links) Ronald Herkert (Vorsitzender des IHK-Aus- und Weiterbildungsausschusses), Franziska Zuckriegl, Alisa Gerster, Johannes Seyfried, Alexander Simader, Anna Lohner, Tobias Seitz, Theresa Gail, Hassan Ahmadi, Simon Schneider, Enis Demirov, Dennis Pfundstein sowie FCA-Trainer Manuel Baum. Foto: Andreas Emmert

Industrie- und Handelskammer zeichnet 128 Absolventen aus – 21 kommen aus dem Landkreis oder wurden hier ausgebildet

3707 Auszubildende aus dem Wirtschaftsraum Augsburg und Nordschwaben legten heuer ihre Prüfung ab. Die jeweils Besten jedes Ausbildungsberufs erhielten jetzt die Einladung zur Auszeichnungsfeier der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwaben. Über 400 Gäste – Eltern, Freunde, Ausbilder, Berufsschul- und Firmenvertreter sowie Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft – applaudierten, als die erfolgreichen Prüflinge auf der Bühne ihre Urkunden entgegennahmen. 21 davon kommen aus dem Wittelsbacher Land beziehungsweise wurden von Unternehmen aus dem Landkreis Aichach-Friedberg ausgebildet (siehe Infoartikel).

Insgesamt 128 Absolventen erhielten die Auszeichnung laut einer Mitteilung aus den Händen von Manuel Baum, Cheftrainer des Fußball-Bundesligisten FC Augsburg, und Vertretern der IHK Augsburg: Christian Dierig, stellvertretender IHK-Präsident, Ronald Herkert, Vorsitzender des IHK-Ausschusses für Aus- und Weiterbildung, sowie Martin Döring und Roberto Armellini, alternierende Vorsitzende des Berufsbildungsausschusses der IHK Schwaben. Den Saal erreichten die prämierten Azubis vorher über den IHK-Walk of Fame mit hollywood-ähnlichen Sternen, auf denen jeder seinen Namen fand. Die Veranstaltung moderierte Silvia Laubenbacher, Moderatorin beim Regionalsender a.tv.

Die duale Ausbildung sei das Rückgrat der schwäbischen Wirtschaft, sagte Dierig: „Sie führt zu dringend benötigten Fachkräften.“ Er widersprach der nach wie vor anzutreffenden Meinung von der Überlegenheit eines Hochschulstudiums. Nein, heute sei angesichts der Anforderungen in Industrie und Dienstleistung eine Lehre mindestens gleichwertig, die Karrierechancen oftmals sogar höher. „Die Unternehmen wissen um den Mitarbeiter und was er geleistet hat.“ Nicht umsonst, so Dierig, entstammten 60 Prozent der Führungskräfte in schwäbischen Unternehmen der dualen Ausbildung.

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„Drei Säulen, um die uns das Ausland nicht nur beneidet, sondern sie bereits übernimmt“, prägen laut Dierig diese Ausbildung: Die Unternehmen, die einstellen, die spezialisierten Berufsschulen und deren enge Kooperation mit der Wirtschaft sowie die ehrenamtlichen Prüfer aus den Unternehmen. In Bayerisch-Schwaben seien dies etwa 5300 Personen mit rund 150000 Prüfungsstunden im Jahr. Seine Bitte an die erfolgreichen Azubis im Saal: „Auf Ihrem Erfolg aufbauen, weiterbilden und als Fachkraft möglichst in der Region bleiben.“ Dem stimmte IHK-Präsident Herkert zu. Sein Rat an die jungen Profis: „Berufsbilder ändern sich zunehmend schneller, deshalb: Bleiben Sie am Ball und lassen Sie sich auf Veränderungen ein.“

Wie wichtig eine Ausbildung selbst für einen Profisportler ist, erläuterte FCA-Trainer Baum. Der frühere Realschullehrer war für die Berufsorientierung seiner Schüler verantwortlich. Den selbst ausgebildeten Nachwuchs animiert der Verein laut Baum parallel, einen Beruf zu erlernen. Selbst junge Profispieler erhielten trainingsfrei, wenn Prüfungen oder wichtige Ausbildungsabschnitte anstehen. Für den Verein – genauso wie es für Unternehmen gilt – sieht sich Baum in der Pflicht, zu motivieren. Sein Rat an die Azubis: „Freude an und Hingabe für das, was jeder Einzelne macht. In seiner Tätigkeit aufgehen, über den Tellerrand sehen und keine Monotonie aufkommen lassen.“ (AN)

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