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Bauland

15.05.2015

Edenrieder wollen Bauplätze

Die Obstwiese in Edenried liegt zwischen einem Wohngebiet und einer landwirtschaftlichen Hofstelle. In dem Aichacher Ortsteil gibt es aber den Wunsch, dort Bauland zu schaffen.
Bild: Erich Echter

In dem Aichacher Ortsteil Edenried wollen Bauwerber am Ortsrand Baurecht erhalten. Für das Bauamt sprechen mehrere Gründe dagegen. Grundstücke innerorts sind aber nicht zu haben.

Junge Edenrieder, die in ihrem Heimatort bauen wollen, haben ein Problem: Es gibt keine Baugrundstücke. Zumindest keine, die verfügbar sind. Zwei Bauwillige haben deshalb Ortsrandsatzungen beantragt, mit denen sich jetzt der Bauausschuss des Aichacher Stadtrats beschäftigt hat.

Bei dem einen Antrag handelt es sich um ein Grundstück, das im Flächennutzungsplan als Obstwiese ausgewiesen ist, und das zum Außenbereich zählt. Im Anschluss gibt es eine Hofstelle, die wiederum als Mischgebiet ausgewiesen ist. Wie Bauamtsleiterin Martina Illgner erläuterte, wäre es mit einer Ortsrandsatzung in diesem Fall nicht getan. Auch der Flächennutzungsplan müsste geändert werden, wobei die Obstwiese als besonders schützenswert gelte, so Illgner. 2005 hatte der Bauausschuss außerdem beschlossen, dass nur noch Flächen als Bauland ausgewiesen werden sollen, die im Flächennutzungsplan als solche dargestellt sind.

Zudem sieht das Baugesetz vor, dass vor einer „Außenentwicklung“ die „Innenentwicklung“ forciert werden soll, betonte die Bauamtsleiterin. Sprich: Bevor der Ortsrand ausgeweitet wird, sollen Baulücken innerorts gefüllt werden. Solche baureifen Grundstücke gibt es zwar innerorts in Edenried, sie stehen aber derzeit nicht auf dem Grundstücksmarkt zur Verfügung.

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Während Martina Illgner daraus keinen Regelungsbedarf für die Bauleitplanung der Stadt ableitete, sahen das die Mehrheit der Bauausschussmitglieder anders. Eine „kleine Entwicklung“ wollten mehrere in dem Ortsteil zulassen, damit junge Leute dort bleiben können. Marc Sturm (CSU) hielt aber eine Ortsrandsatzung für den verkehrten Weg. Er regte an, zu prüfen, ob die Hofstelle an sich für eine Nachverdichtung infrage kommt und plädierte für einen Bebauungsplan inklusive Obstwiese als große Lösung. Vor einer Entscheidung soll nun erst ein Ortstermin stattfinden.

Bei dieser Gelegenheit geht es dann auch um ein weiteres Grundstück am westlichen Ortsrand. Dort soll mittels einer Ortsrandsatzung auf einer landwirtschaftlichen Fläche Baurecht für eine Bebauung in dritter Reihe geschaffen werden, so Illgner. Dadurch würde aber eine unorganische bauliche Aufweitung des Ortsrandes nach Westen entstehen, die städtebaulich nicht vertretbar sei, so die Bauamtsleiterin. Auch hier wurde die Entscheidung vertagt bis nach dem Ortstermin.

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