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Ökumene

09.05.2016

Ein Erlebnis für Ohren, Geist und Seele

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Noch zu später Stunde spielte Anton Rast in der evangelischen Paul-Gerhardt-Kirche.

Jugendchöre faszinieren in Aichach bei der Nacht der Kirchenmusik. Anton Rast spielt famos in der evangelischen Kirche

Zu einem Erlebnis für Geist, Seele und Ohr avancierte die fünfte ökumenische Nacht der Kirchenmusik in der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt und in der evangelischen Paul-Gerhardt-Kirche. Die musikalischen Vorträge könnten auch das Motto „Kirche einmal anders erleben“ umsetzen, wiewohl das Programm der musizierenden Jugend galt. Treffend kommentierte ein Besucher: „Gänsehautfeeling – eines der attraktivsten Jugendkonzerte in diesem außergewöhnlichen Ambiente.“ Zu allen Vorträgen der Jugend war die Stadtpfarrkirche sehr gut besucht.

Von der Orgelempore herab erschallten die Töne des Wittelsbacher Knabenchors, der stimmungsvoll mit einem „Alleluja“ den Abend eröffnete. Mit einem „Laudate Dominum“ und einigen „Traditionelles“ forderten die jungen Knaben das Publikum zu herzhaftem Applaus.

Darauf folgte eine „Fantasia“ von Bach auf der Orgel von Andrea Fournier, der Leiterin des Jugendchores aus Graz. Der Jugendchor kam auf Einladung von Alois Kammerl, denn die beiden Chöre haben sich bei einem Treffen der „Pueri cantores“ kennengelernt. Der Konzertleiter und Kantor der Stadtpfarrkirche, Alois Kammerl, hieß das Publikum willkommen und freute sich über die vielen Besucher, die das Gotteshaus reichlich füllten. Gestärkt hat sich das Auditorium im Zelt auf dem Schlossplatz.

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Den instrumentalen Einstieg zu setzen, blieb den Violinistinnen Fabia Fortin und Sarah Fournier vorbehalten. Ein Stück für Flöte und Orgel von Dorottya und Brigitta Demus folgte. Der Jugendchor Graz überzeugte vor allem mit den Kleinsten, die eine außergewöhnlich präzise Gesangsleistung erbrachten. Langer Applaus war dem Grazer Kirchenchor sicher. Und die musikalischen Töchter der Dirigentin wussten ebenfalls an der Orgel zu überzeugen. Die Jüngste spielte auch, etwa vier oder fünf Jahre alt; das Publikum fragte sich, wie die junge Dame an die Pedale reicht.

Für das Gänsehautfeeling sorgte Anna Kammerl mit ihrer Violine, bevor die Mädchen-Kantorei ihr Können zeigte. Im weiteren Verlauf des Konzerts überzeugte der Klangkörper mit einem „Traditionell“ und bestach besonders bei der „Little Jazz Mass“ von Bob Chilcott. Ein wirkungsvolles Arrangement mit einer Vielzahl von Jazz-Stilen. Die charakterreiche Klavierbegleitung gab Stefan Immler, bekannt vom Friedberger Gymnasium. Zum ersten Mal zu Gast bei der Kirchennacht war die Flötengruppe von Beate Klobe – sie erntete Beifallsstürme. Die drei Flötistinnen folgten bereitwillig dem Dirigat Klobes und gewannen mit ihrem „Salut to William Shakespeare“ die Gunst der Zuhörer.

Energiegeladen präsentierte sich die Mädchen-Kantorei zusammen mit dem Jugendchor Graz und servierte musikalische Leckerbissen. Den Höhepunkt des rund einstündigen Konzerts bildete ein Stück mit dem Titel „Eternity” von Michael Bojesen, bei dem die Zuhörer von allen Seiten und allen Mitwirkenden in ein Klangbad getaucht wurden. Das Chorensemble setzte einen würdigen Schlusspunkt, der von Ovationen im Stehen belohnt wurde.

Am späten Abend wurde in die evangelische Kirche marschiert und Wolfgang Krämer zauderte mit seiner Orgel, die zu später Stunde ein paar Mucken hatte. Doch mit dem Trompeter Anton Rast und Musik aus Jahrhunderten bot das Konzert eine willkommene Abwechslung nach dem vielen Gesang. Selten gespielte Komponisten wie Ed Barat, Jean Hubeau und Jean Baptiste Loeillet fanden mit den beiden Instrumentalisten einen ruhenden und interessanten Ausklang der Nacht der Kirchenmusik.

Die Besucher honorierten die Leistungen aller Künstler mit lang anhaltendem Applaus und dankten damit für einen bemerkenswerten Kulturabend.

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