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Volkstrauertag

18.11.2019

Ein Gedenktag, den immer weniger wahrnehmen

Pfarrer, Bürgermeister und die Fahnenabordnungen der Ortsvereine zogen in Inchenhofen zum Kriegerdenkmal vor der Pfarrkirche.
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Pfarrer, Bürgermeister und die Fahnenabordnungen der Ortsvereine zogen in Inchenhofen zum Kriegerdenkmal vor der Pfarrkirche.
Foto: Claudia Mokosch

An den Denkmälern gedenken die Menschen der Kriegsopfer. Die Redner nehmen Bezug zur Gegenwart

Zahlreiche Gedenkfeiern fanden im Landkreisnorden zum Volkstrauertag statt.

In Würde gedachten die Aichacher vor dem Kriegerdenkmal der Gefallenen beider Weltkriege, des Terrors und der Gewalt. Für die Toten beteten Stadtpfarrer Herbert Gugler und der evangelische Pfarrer Winfried Stahl. Bürgermeister Klaus Habermann erinnerte daran, dass der Friede in der Welt brüchig sei. Ein kleiner Funke im Nahen Osten oder auf der koreanischen Halbinsel könne einen Flächenbrand auslösen. Zum Gedenken an die vielen Opfer schlug Mesner Martin Ruhland mit drei Schlägen die alte Josefsglocke am Kriegerdenkmal an. Bevor drei Böllerschüsse über den Danhauser Platz hinwegdonnerten, legten Soldatenverein und Feuerwehr Kränze vor dem Ehrenmal nieder. Reservisten der Bundeswehr hielten die Ehrenwache. Kränze wurden auch am alten Kriegerdenkmal niedergelegt, das an die Gefallenen von 1870/71 erinnert. (ech)

Am Samstagabend fand in Pichl der Gedenkgottesdienst für die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege statt. Pfarrer Babu hielt den Gottesdienst und die anschließende Gedenkfeier am Kriegerdenkmal. Mit dem Lied vom „Guten Kameraden“ und drei Salutschüssen endete diese. (joki)

Nach dem Gottesdienst zogen Pfarrer, Bürgermeister und die Fahnenabordnungen der Ortsvereine zum Kriegerdenkmal vor der Pfarrkirche, um der Gefallenen und Vermissten der Weltkriege zu gedenken. Dabei verwies Bürgermeister Karl Metzger nach dem Segen von Dekan Stefan Gast darauf, wie wichtig das Bemühen um Frieden im Großen wie im Kleinen sei. So stehe der Volkstrauertag nicht als Tag der verordneten Trauer, sondern als Tag der Erinnerung und der Mahnung, den Frieden in Europa nicht zu gefährden. (cmo)

Am Volkstrauertag versammelten sich nach der Messe die Gottesdienstbesucher am Kriegerdenkmal, um zusammen mit Pfarrer Norbert Hager der Gefallenen der beiden Weltkriege zu gedenken. Nach seiner Ansprache legte Hans Lotterschmid zum letzten Mal in seiner Eigenschaft als Bürgermeister einen Kranz nieder. (tel-)

Nach einem Gedenkgottesdienst mit Pfarrer Karl Heinz Reitberger stellten sich die Abordnungen der Ortsvereine am Kriegerdenkmal auf. Berthold Schmitt, Vorsitzender des Krieger-und Soldatenvereins, mahnte, sich gegen Hass und Gewalt zu stellen. „Es liegt an uns, den jungen Menschen die Realität zu zeigen, sie an die Hand zu nehmen und einmal mit ihnen am Kriegerdenkmal die Namen der Gefallenen beider Weltkriege zu lesen“, schlug er vor. Zum „Guten Kameraden“ wurde Salut geschossen und die Fahnen gesenkt. Am Ende spielte der Musikverein Obergriesbach die Deutschland- und die Bayernhymne. (wak)

Nach dem Sonntagsgottesdienst fand die Feierstunde mit Pater Thomas am Kriegerdenkmal statt. Im Beisein der Fahnenabordnungen vieler Vereine sorgten der Musikverein und die Chorgemeinschaft für die musikalische Gestaltung. Bürgermeister Alfred Rappel bedauerte, dass dieser Gedenktag in der Bevölkerung immer weniger wahrgenommen werde. Das liege vielleicht auch daran, „weil der Großteil der jetzigen Generation schon seit 70 Jahren in Frieden leben darf“. Sowohl Rappel als auch der Zweite Vorsitzende der Soldatenkameradschaft, Jochen Kistler, appellierten an die Bürger, die Toten und Vermissten aus Krieg und Gewaltherrschaft nie zu vergessen. Der Bürgermeister und die Kameradschaft legten Kränze nieder. (at)

In Schiltberg gestalteten Pfarrei, Gemeinde und Soldatenkameradschaft das Gedenken gemeinsam. Nach dem Gottesdienst bildeten am Ehrenmal sieben Fahnenabordnungen aus Allenberg, Rapperzell und Schiltberg den feierlichen Rahmen. Bürgermeister Josef Schreier stellte akute Bedrohungen durch Terroristen in den Mittelpunkt und gedachte der Gefallenen. KSV-Vorsitzender Andreas Limmer und Stellvertreter Hans Tyroller legten einen Kranz nieder. (idb)

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