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Bauausschuss I

16.06.2017

Ein Gehweg für Untermauerbach

Einige Anwohner wollen, dass der Waldweg in Griesbeckerzell ausgebaut wird.
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Einige Anwohner wollen, dass der Waldweg in Griesbeckerzell ausgebaut wird.

Ortsdurchfahrt in dem Aichacher Stadtteil soll mit dem Ausbau sicherer werden. Die Anlieger müssten mitzahlen. Zu dem Projekt wird es zuerst eine Bürgerversammlung geben

Die Ortsdurchfahrt von Untermauerbach – die St.-Martin-Straße – soll ausgebaut werden und einen durchgängigen Gehweg bekommen. Eine Vorplanung dafür stellte im Bauausschuss des Aichacher Stadtrats Helmut Baumann vom Bauamt vor.

Ortssprecher Hans Mangold hatte den Wunsch einiger Bürger vorgebracht. Vor allem, dass die schwächsten Verkehrsteilnehmer wie Kinder sowie gehbehinderte und ältere Menschen dort keinen Schutz haben, war der Grund dafür.

Nach der Vorplanung soll die Straße durchgehend mit einer Fahrbahnbreite von 5,50 Meter und einem 1,75 Meter breiten Gehweg auf der Westseite ausgebaut werden. Der Gehweg war auch im Rahmen der Verkehrsschau 2017 dringend empfohlen worden. Aus Richtung Obermauerbach kommend, müsste die Straße um die Breite des Gehwegs nach Osten abgerückt werden, um genug Platz für den Gehweg zu haben. Wie Baumann erläuterte, sei zu überlegen, die Straße noch etwas weiter nach Osten zu verschieben. Dadurch könnte man den Abstand zu einer schützenswerten Baumreihe aus mehreren großen Eichen vergrößern.

Für das Vorhaben wird nur wenig Grunderwerb nötig

Im weiteren Verlauf der Ortsdurchfahrt orientiert sich der Verlauf des Gehwegs an den Grundstücksgrenzen westlich der Straße. An mehreren Stellen müssen Höhenunterschiede ausgeglichen werden, unter anderem bei einem denkmalgeschützten Haus. Die Vorplanung sieht dort Gabionenwände – Drahtkörbe, die mit Steinen gefüllt werden – vor. An einer Stelle ragt eine Kellergaragenausfahrt teilweise auf öffentlichen Grund, wie sich erst jetzt herausgestellt hat. Hier muss noch eine Lösung gefunden werden. An der Einmündung der Klingener Straße, wo sich der Maibaum und eine Bushaltestelle befinden, könnte laut Baumann ein kleiner Platz gestaltet werden.

Wie Helmut Bauman erläuterte, ist für den Ausbau nur wenig Grunderwerb notwendig, weil der städtische Grund meist über die reine Fahrbahnbreite hinausgeht. Die reinen Baukosten ohne Nebenkosten für die 480 Meter lange Strecke bezifferte er „sehr grob geschätzt“ auf rund 595000 Euro. Genauer könne man das erst im Zuge der weiteren Planung sagen. An den Gesamtkosten von geschätzt 720000 Euro müssten sich die Anlieger nach der Straßenausbaubeitragssatzung beteiligen. Bei der Ortsdurchfahrt trägt die Stadt 80 Prozent, beim Gehweg 55 Prozent. Die Maßnahme ist mit 60 Prozent förderfähig.

Ortssprecher Hans Mangold freute sich, dass die Vorplanung jetzt vorliegt, auch im Hinblick auf den notwendigen Grunderwerb. „Jetzt kann man mit den Grundeigentümern reden.“ Die Vorplanung wurde allgemein begrüßt. Georg Robert Jung (FWG) fand allerdings die vorgesehenen Gabionenwände „ganz vorsichtig gesagt, scheußlich“. Er regte an, „gerade in einem so schönen und urtümlichen Ortsteil wie Untermauerbach“ nach Alternativen zu suchen.

Wie Bürgermeister Klaus Habermann erläuterte, müssen nun noch die Ver- und Entsorgungsleitungen untersucht werden, bevor im Stadtrat entschieden wird. Im zweiten Halbjahr soll es zu dem Projekt eine Bürgerversammlung geben. Dann muss das Projekt im Haushalt eingeplant werden. Mit dieser Vorgehensweise war der Bauausschuss einstimmig einverstanden.

Ausgebaut werden soll auch der Waldweg im Stadtteil Griesbeckerzell. Diesen Antrag hat Stadtrat Marc Sturm im Namen einiger Anlieger eingebracht. Wie Baumann erläuterte, sind die ersten 20 Meter von der Ortsdurchfahrt her asphaltiert, die restlichen 130 Meter mineralisch befestigt. Der Gesamtzustand sei gut, der Bauhof melde keinen erhöhten Aufwand in dem Bereich. Die reinen Baukosten für die erstmalige Herstellung bezifferte Baumann auf rund 150000 Euro. 90 Prozent davon müssten die Anlieger tragen. Bevor eine Entscheidung getroffen wird, sollen die Grundstückseigentümer befragt werden, war sich der Ausschuss einig.

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