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Spatenstich

15.03.2018

Ein Gigabit plus x für Gewerbegebiete

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Der symbolische Spatenstich für den Glasfaserausbau mit Aichachs Bürgermeister Klaus Habermann sowie Vertretern von Vodafone und Deutsche Glasfaser.

Bis zum Sommer sollen die Gewerbegebiete in Aichach-Süd und in Ecknach an der B300 besonders schnelles Internet erhalten. Der Stadt entstehen dadurch keine Kosten. Mit dem Projekt nimmt sie eine Vorreiterrolle ein

Wer beim Zugang zur Datenautobahn im Internet mit 100 Megabit in der Sekunde versorgt wird, der ist als Privatmann in aller Regel damit zufrieden. Anders sieht es bei Unternehmen aus, die wesentlich höhere Anforderungen stellen, um ihre Aufträge termingerecht abwickeln zu können. Darum sprach Aichachs Bürgermeister Klaus Habermann auch von einem „denkwürdigen Tag“, als am Dienstag der symbolische Glasfaserausbau in den Gewerbegebieten Aichach-Süd und Ecknach B300 erfolgte. Wobei weder ihm noch den Vertretern von Vodafone und der Deutschen Glasfaser Spaten in die Hand gedrückt wurden, wie bei solchen Terminen üblich. Die Herren versammelten sich vielmehr um ein Leerrohr, in das Glasfaserkabel eingezogen werden können.

Habermann sprach von einer Lebensader für die schnelle Wirtschaft und berichtete bei dem Termin in der Rudolf-Diesel-Straße davon, dass er im Radio gehört habe, dass das World Wide Web, wie das Internet auch genannt wird, just 29 Jahre alt geworden ist. Er nannte es eine ganz, ganz wichtige Maßnahme, die dank Vodafone und der Deutschen Glasfaser über die Bühne gehen könne. 100 Megabit reichten heute im gewerblichen Bereich nicht mehr aus, so Habermann, künftig werde daher die Datenmenge dank Glasfaser in dieser Region gleich mit dem zehnfachen Tempo und sogar noch mehr fließen. Ein Gigabit plus x – so lautet die Formel.

Im Juli 2017 wurde das Projekt vorgestellt. Danach sei es zäh weitergegangen, berichtete der Bürgermeister: „Die Begeisterung hielt sich in Grenzen.“ Doch nun hätte sich eine ausreichende Zahl von Firmen bereit erklärt, bei der Aktion mitzumachen. Es wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass nach wie vor Unternehmen auf diesen Zug aufspringen können.

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Das neue Netz werde relativ bald zur Verfügung stehen, versicherte Stefan Klieser von der Deutschen Glasfaser: „Spätestens im Sommer wird es hier Highspeed geben. Wir hoffen auf gute Witterung, wir sind fünf Wochen hintendran.“ Wer aber beobachten konnte, wie schnell und wie genau eine spezielle Fräse arbeitet, der vermag sich durchaus vorzustellen, dass das Projekt in absehbarer Zeit abgeschlossen wird.

Deutschland hat beim Breitbandausbau Nachholbedarf. Eine Statistik aus dem Jahr 2016 zeigt, dass erst 1,69 Prozent der Kunden über einen Gigabit verfügen. Das Vorhaben in Ecknach besteht aus fünf Phasen, derzeit hat man Phase vier erreicht. Der Verteilerkasten steht hier bereits gegenüber der Lebenshilfe, die Leitungen sollen bis zum Obi-Markt verlegt werden. Die Arbeiten im Tiefbau werden sich über 4,3 Kilometer erstrecken. Beim sogenannten Micro-Trenching, das hier angewandt wird, entfernen die Arbeiter erst die Asphaltschicht auf wenigen Zentimetern, dann hebt die Fräse eine 40 Zentimeter tiefe Öffnung aus, in die insgesamt 16 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden.

Zusammen mit Matthias Huckschlag, dem Regionalleiter Geschäftskundenvertrieb Süd, wies Klieser darauf hin, dass Aichach hier eine Vorreiterrolle einnimmt. Es handle sich um die erste Kommune in Bayern, die auf dieser Weise mit zwei Firmen zusammenarbeite. Keine Angaben waren zum Thema Finanzen zu hören. Klar ist jedenfalls, dass die Kasse der Stadt Aichach durch den Ausbau in keiner Weise belastet wird. Über diese Feststellung freute sich nicht zuletzt Bürgermeister Klaus Habermann: „Das ist uns immer am liebsten.“

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