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Auftritt

12.05.2015

Ein Konzert klingt nach

Der Don-Kosaken-Chor unter der Leitung von Wanja Hlibka begeisterte das Aindlinger Publikum.
Bild: Albertine Ganshorn

Weltberühmter Don-Kosaken-Chor mit 16 stimmgewaltigen Sängern gastiert zum dritten Mal in Aindling. Ein Volkslied bewegt

Die Konzertbesucher hörten, wie „Die zwölf Räuber“ im Gleichschritt marschierten, Ausschau nach Beute hielten und dem Kommando ihres Anführers folgten. Alleine die wuchtigen Stimmen der 16 Sänger des Don-Kosaken-Chors ließen diese Bilder vor dem geistigen Auge der Zuhörer in der Aindlinger Pfarrkirche entstehen.

Bereits zum dritten Mal gelang es Willi Lander, dem Vorsitzenden des Gewerbeverbandes Aindling, den weltberühmten Don-Kosaken-Chor nach Aindling zu holen. Geleitet wird das Ensemble seit 1991 von Wanja Hlibka, dem Nachfolger von Serge Jaroff.

Am Sonntagnachmittag gab es für den Chorleiter und seine 16 Sänger begeisterten und lang anhaltenden Applaus. Die Stimmen mit ihrer Vielfalt und Präzision luden ein zum Entspannen und Träumen. Auch ohne Sprachkenntnisse verspürte man, was diese Musik ausdrückt.

Den ersten Teil des Konzertes bestimmten liturgische Stücke. Laut, kräftig und teilweise doch demütig führten die Stimmen der Interpreten in die Andacht ein. Die Übergänge von Crescendo und Decrescendo waren sehr sauber geführt. Kraft und Sinnlichkeit konnten gut mitempfunden werden. Dabei standen die sechzehn Männer still und fast unbeweglich.

Meisterhaft und genau nach seinem großen Vorbild und Lehrer Jaroff dirigierte Hlibka die stimmgewaltigen Sänger mit fast leisen Gesten. Nur wenige dezente Handbewegungen, ein paar gezielte Blicke und ganz geringen Körpereinsatz benötigt der Dirigent, um seine Sänger anzuleiten. Ohne technische Verstärkung, nur mit gewaltigem Stimmvolumen füllten sie die Aindlinger Pfarrkirche mit Musik.

Nach der Pause erklangen klassische Stücke wie die eingangs beschriebenen „Zwölf Räuber“. Bei „Kalinka“ wurde es humorig. Die Solisten wollten mit dem Singen nicht mehr aufhören und stritten fast darum, wer den Ton länger halten konnte. Dieses „Geplänkel“ unter den Musikern erheiterte die Konzertbesucher.

Daraufhin gab es vom Publikum nicht endenwollenden Applaus. Auch das zum Schluss dargebotene Volkslied „Stenka Russin“, eine sehr bekannte Melodie, zog noch einmal alle Besucher in ihren Bann. Am Ende waren sich alle einig: Ein Konzert, das ungewöhnlich beeindruckt und eine nachhaltige emotionale Wirkung hinterlässt. Ein Kunstgenuss, der nach Wiederholung schreit.

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