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Religion

02.07.2018

„Ein Kreuz für unsere Zeit“

Nach der Segnung: (von links) Peter Tomaschko, Eberhard Hilbich, Jakob Zeitlmeir, Hans Borchardt, Markus Winklhofer und Klaus Metzger.
Bild: Christine Schmid-Mägele

Das Wegkreuz in Bergen wird gesegnet. Pfarrer Borchardt weist auf die Besonderheit des „Christkönigs“ hin

Die Meinungen in Bergen seien durchaus konträr gewesen, sagt eine Bewohnerin des kleinen Affinger Ortsteils. Die Rede ist vom neuen Wegkreuz, das Professor Eberhard Hilbich gestiftet hat, und das nun gesegnet wurde. Aber jetzt, so fährt die Frau fort, fänden die meisten doch, dass es in unsere moderne Zeit und auch an diese Stelle sehr gut passen würde.

Professor Hilbich, der Stifter des modernen „Votivkreuzes“, wie er es nennt, freute sich, dass neben Bergenern auch Landrat Klaus Metzger und der Landtagsabgeordnete Peter Tomaschko wie auch Bürgermeister Markus Winklhofer seiner Einladung zur Segnung des Wegkreuzes gefolgt waren. Diese nahmen der Pfarrer im Ruhestand Jakob Zeitlmeir und Pfarrer Hans Borchardt von der evangelischen St.-Lukas-Gemeinde aus Augsburg vor. Hilbich erklärte, dass das Wegkreuz eine Gemeinschaftsarbeit gewesen sei, und dankte allen, die daran mitgewirkt haben. Er sehe das Kreuz als „Votivkreuz“ – Anlass dazu war Dankbarkeit über sein Leben mit seiner Familie und besonders über die 40 Jahre in Bergen. Wichtig sei für ihn persönlich die Sichtweise auf Jesus Christus als „Christkönig“. Ein Heiland, der Sieger über den Tod sei, aber sich den Menschen durch sein leicht geneigtes Haupt zuwende, der im goldenen Stirnreif durch den angebrachten Granit auch die Verbindung zum Leiden schaffe. Auch Pfarrer Hans Borchardt wies in seiner kurzen Ansprache auf die Besonderheit hin, heute noch ein neues Wegkreuz zu segnen. Es sei ein Kreuz aus unserer Zeit und für unsere Zeit. In den Grußworten zuvor war auch auf den Kruzifixstreit angespielt worden, ausgelöst durch den Erlass von Ministerpräsident Markus Söder – den hätte sich Hilbich vor einem Jahr, als er mit den Planungen für das Kreuz begonnen hatte, nicht träumen lassen, wie er sagte. Ihm sei es wichtig, „ein Zeichen als Christ zu setzen“. Die Segnung klang bei einer gemeinsamen Brotzeit aus.

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