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05.02.2015

Ein „Leahada Urgestein“ ist gestorben

B. Kaltenstadler †

Trauer um früheren BürgermeisterKaltenstadler

Bernhard Kaltenstadler ist tot. Der ehemalige Bürgermeister der Gemeinde Inchenhofen ist am Dienstag nach einer schweren Erkrankung gestorben. Mit ihm verliert die Gemeinde ein „Leahada Urgestein“, daran hat der amtierende Inchenhofener Bürgermeister Karl Metzger keinen Zweifel. „Er war hier verwurzelt“ und gleichzeitig „weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus bekannt“, sagt Metzger über seinen Amtsvorgänger.

Von 1990 bis 1996 leitete Bernhard Kaltenstadler als Erster Bürgermeister die Geschicke der Kommune, nachdem er schon 18 Jahre als Zweiter Bürgermeister gewirkt hatte. Bis 2002 arbeitete er als Mitglied des Gemeinderates an den Entscheidungen der Kommune mit. Als Gemeinderatsmitglied hatte seine Laufbahn auf politischer Ebene 1968 begonnen. Seit 1984 saß er zudem im Kreistag, wo er bis 2008 in mehreren Ausschüssen tätig war. Amtskollegen erinnern sich gern an seinen mitunter trockenen Humor. Bernhard Kaltenstadler ist Träger der Verdienstmedaille des Landkreises.

Mehr als 40 Jahre war er Mitglied der CSU. Zeitweise übernahm er die Führung des Ortsverbandes, zuletzt war seine Unterstützung hier als Ehrenvorsitzender gefragt. Wie sehr sich der Landwirt und Vater zweier Söhne (Bernhard und Christian) in seiner Gemeinde engagierte, zeigt die lange Liste der Mitgliedschaften in örtlichen Vereinen: Bernhard Kaltenstadler war Vorsitzender der Landjugend, Gründungsmitglied des Heimatvereins, Mitglied der Krieger- und Soldatenkameradschaft und des Schützenvereins Jägerblutverein. Im Dezember 2014 wurde er zum Ehrenvorsitzenden des TSV Inchenhofen ernannt. 22 Jahre lang führte er Regie bei den Leahada Theaterfreunden, die er selbst mit aus der Taufe gehoben hatte, und mehr als 40 Jahre packte der Inchenhofener im Leonhardikomitee mit an, wo er auch einmal den Vorreiter übernommen hatte.

Eine zentrale Rolle im Leben von Bernhard Kaltenstadler spielte zweifelsohne die Kirche. Nachdem er 45 Jahre im Pfarrgemeinderat aktiv gewesen war, 20 Jahre davon als Vorsitzender, verlieh ihm die Diözese Augsburg 2014 die Goldene Ehrennadel. 1997 übernahm Bernhard Kaltenstadler das Amt des Mesners. Wenn Inchenhofens Pfarrer Stefan Gast sich jetzt an seinen Mesner erinnert, sagt er: „Er hat keine halben Sachen gemacht.“ Was immer Bernhard Kaltenstadler auch bewegen wollte, er habe immer voll und ganz hinter der Sache gestanden. Der Trauergottesdienst mit Beerdigung findet am Samstag, 7. Februar, ab 9.30 Uhr in Inchenhofen statt. (kabe)

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