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20.12.2017

Ein Markt für den guten Zweck

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Eine stimmungsvolle Aufnahme vom Weihnachtsmarkt im Schlosshof. Weil am ersten Sonntag dichter Schneefall herrschte und die Besucher ausblieben, gab es insgesamt weniger Gäste.

Diesmal kommen weniger Besucher in den Affinger Schlosshof. Warum der Weihnachtsmarktverein dennoch zufrieden ist

Es ist geschafft. Zeit zum Durchschnaufen aber hat Ewald Lindemeir auch nach dem Ende des Affinger Weihnachtsmarktes nicht. Gleich am Montag ging es beruflich auf ein Seminar, und der Abbau muss erst noch bewältigt werden. „Am Sonntag war ich fertig“, gibt Lindemeir zu. Fertig, aber zufrieden, denn insgesamt hat „alles wunderbar geklappt“, auch wenn es sicherlich insgesamt weniger Besucher waren als im Vorjahr.

Zum zweiten Mal war Lindemeir heuer als Vorsitzender des Weihnachtsmarktvereins für die Veranstaltung im Schlosshof zuständig. Organisatorisch hat alles funktioniert bis auf Kleinigkeiten, bilanziert er. Sein Team hat sich einmal mehr bewährt. „Besonders lobenswert“ bezeichnet Lindemeir den Einsatz aller Beteiligten, und auch Bürgermeister Markus Winklhofer sagt: „Es war wunderbar.“ Die schöne Mischung habe erneut gut funktioniert.

Viel Lob ist auch von den Besuchern gekommen. Lindemeir berichtet von vielen E-Mails. Gäste, die den Markt schon kannten, signalisierten ihm: Es war so schön wie jedes Jahr. Neue Besucher schrieben, so etwas Schönes hätten sie noch nicht erlebt. „Das bestätigt einen“, freut sich Lindemeir. Ihm ist bewusst, dass es insgesamt weniger Besucher waren. Das lag am Sonntag des ersten der beiden Marktwochenenden. An diesem Nachmittag schneite es heftig, die Straßen waren schwer befahrbar. Deshalb blieben viele zu Hause. Für diejenigen, die dennoch kamen, war es allerdings der schönste Tag. Weil nicht so viel los war, konnten sie das vielfältige Angebot noch besser genießen.

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Trotzdem klagten die Standbetreiber nicht. Mit fast allen habe er gesprochen, berichtet Lindemeir. 90 Prozent von ihnen seien zufrieden gewesen. Keiner habe gesagt, er wolle nicht wiederkommen. „Es ist wichtig, dass es jedem gefällt und er gern herkommt“, findet Lindemeir. Denn jeder von ihnen werte den Markt auf, wie zum Beispiel die vielen Handwerker. Abgesehen davon unterstütz jeder den Grundgedanken der Veranstaltung, und das ist der gute Zweck. Es stehe nicht das Kommerzielle im Vordergrund wie bei anderen Märkten.

Die Vereine, die auf dem Weihnachtsmarkt Würstel, Waffeln oder andere Leckerein anbieten, wissen: Sie müssen 20 Prozent ihres Umsatzes spenden. Handwerker und Künstler verpflichten sich, zehn Prozent abzugeben. Der Verein setzt dabei auf Ehrlichkeit und Vertrauen. Bislang hat das im Grundsatz immer geklappt. Kommen mal Zweifel auf, haben sich diese im Gespräch immer klären lassen, sagt Lindemeir. Das zahlt sich aus. Im vergangenen Jahr hat man mit 16000 Euro einen neuen Rekord für gute Zwecke eingefahren.

Den Vereinschef freut es, dass sich angesichts solcher Ergebnisse der Aufwand rechtfertigt. Denn der ist enorm. Für die Vorstandsmitglieder ebenso wie für Vereine und Handwerker. Und das in der Vorweihnachtszeit, in der ohnehin viel los ist und jeder selbst das Weihnachtsfest für seine Lieben vorbereiten will. Viel Zeit dafür ist Lindemeir bislang nicht geblieben. Er hatte keinen Urlaub, die Wochenenden gehörten dem Aufbau und dem Markt selbst. Da ist er froh, dass er kein Weihnachtsgeschenk mehr für seine Frau besorgen muss. „Wir haben uns diesmal gemeinsam etwas gekauft.“ Seine Frau sei darüber glücklich und er sei es auch. Schließlich steht am Wochenende erst noch der Abbau im Schlosshof an. (jca)

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