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Bildung

11.07.2018

Ein Neubau für die Mittagsbetreuung in Ehekirchen

Die Grund- und Mittelschule Ehekirchen braucht mehr Platz.
Bild: Gemeinde

In der Grund- und Mittelschule Ehekirchen wird es zu eng. Vor allem ein Angebot wird immer stärker nachgefragt.

Die Ethikgruppe muss sich in der Schulküche treffen. Sprechstunden finden in einem kombinierten Gruppen-, Spiele-, Abstellraum statt, Elternabende in der zugigen Schulaula. Für Musik und Physik muss derselbe Raum genutzt werden. So beschrieb Rektorin Gabriela Eibl in der Gemeinderatssitzung die Zustände, die in der Grund- und Mittelschule in Ehekirchen herrschen. Dreieinhalb Zimmer seien der Mittagsbetreuung zur Verfügung gestellt worden, sagte die Rektorin. Diese fehlten nun an anderer Stelle. Und die Mittagsbetreuung, in der laut Schule aktuell 60 Kinder angemeldet sind, werde in Zukunft wohl eher mehr als weniger nachgefragt werden, prognostizierte Bürgermeister Günter Gamisch. Nun beschäftigten sich die Ehekirchener Gemeinderäte mit der Frage, wie man diesem Platzproblem Abhilfe schaffen könnte.

Ingenieur Martin Käser stellte seine Planungen vor. Er schlug einen Neubau westlich des ehemaligen Lehrergebäudes vor. Darin sollen mehrere Gruppenräume, ein Mehrzweckraum, eine Küche, eine Terrasse, ein Aufzug und Toiletten untergebracht werden. Und einen unterirdischen Gang hatte der Ingenieur noch vorgesehen, der das bestehende Schulhaus mit einem dann separaten Gebäude für die Mittagsbetreuung verbinden soll. Ein erdgeschossiger Neubau sei nicht ausreichend, waren sich Rektorin, Bürgermeister und Planer einig. Deshalb soll das Gebäude Käsers Plan nach einen ersten Stock bekommen und zumindest teilweise unterkellert werden. Ein Neubau sei wirtschaftlicher als ein Anbau oder eine Aufstockung des Schulhauses, so der Ingenieur. Zudem würde man mit einem direkten Anbau die Feuerwehrzufahrt versperren und einige Klassenzimmer hätten keine Fenster. Die Kosten für den Neubau schätzte Käser auf rund 1,25 Millionen Euro für mehr als 500 Quadratmeter – eine Fläche, auf der ungefähr 100 Kinder betreut werden könnten. Außerdem würde bei einem Neubau der Schulbetrieb nicht gestört, ergänzte Gamisch.

Doch trotz der Enge und der drängenden Zeit wollten der Bürgermeister und die Gemeinderäte Käsers Vorschlag nicht ohne Weiteres zustimmen. Vor allem der unterirdische Gang fand wenig Anklang und wurde als „Luxus“ bezeichnet. Nach einiger Diskussion, unter anderem eben darüber, ob nicht doch ein direkter Anbau möglich wäre, beschlossen die Räte schließlich mit zwei Gegenstimmen: Die Planung eines Neubaus soll weiterentwickelt werden – ohne Gang und ohne Aufzug, aber mit Aufzugschacht.

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