Newsticker

Wirtschaftsweise: Teil-Lockdown kaum Auswirkungen auf Wirtschaftskraft
  1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. Ein Stromversorger astet aus

Netz

28.02.2018

Ein Stromversorger astet aus

Wenn Bäume und Sträucher an Stromleitungen heranwachsen, dann droht ein Überschlag.

Betreiber der LEW schneidet Bäume und Sträucher zurück, damit Versorgung sicher ist

Im Winter laufen nicht nur im Wald die Motorsägen. Auch die Stromversorgungsunternehmen nutzen die kalte Jahreszeit, um das Leitungsnetz frei zu schneiden. Mit Motorsäge und Astschere beugt die LEW Verteilnetz GmbH (LVN) als Betreiber des regionalen Stromverteilnetzes damit laut einer Mitteilung Stromausfällen vor. Das LEW-Netz versorgt einen Großteil der Verbraucher im Wittelsbacher Land. Für Kommunen im Raum Aichach und im östlichen Landkreis ist dagegen das Bayernwerk (Eon) zuständig.

Dabei werden Bäume und Sträucher entlang der Stromleitungen mit Motorsäge und Astschere zurückgeschnitten beziehungsweise je nach Gehölzart ebenerdig gekürzt. Somit soll vermieden werden, dass Äste zu nah an die Leitung wachsen und so, aufgrund von Stromüberschlag oder bei schlechter Witterung, die Versorgung beeinträchtigen.

Die LVN investiert in diese Arbeiten laut der Unternehmensmitteilung mehr als zwei Millionen Euro. Die Arbeiten führen 17 Betriebe aus der Region, darunter Garten- und Landschaftspflegebetriebe sowie Forstbetriebe aus. Das Netzgebiet der LEW Verteilnetz GmbH umfasst Bayerisch-Schwaben sowie Teile Oberbayerns. Die LVN ist eine Tochtergesellschaft der Lechwerke AG.

Die Spezialfirmen sind bis Ende März im gesamten Netzgebiet unterwegs, um Bäume und Sträucher zurückzuschneiden. Die Betriebe durchlaufen ein Qualifizierungsverfahren und werden regelmäßig geschult. Berücksichtigt werden Stromleitungen aller Spannungsebenen des Verteilnetzes von 400 Volt (Niederspannung) bis zu 110000 Volt (Hochspannung).

Die Kunden würden von den Arbeiten in der Regel nichts merken, nur in einzelnen Fällen müssen Leitungen vorübergehend spannungslos geschaltet werden. Um die Zahl der nötigen Stromabschaltungen möglichst gering zu halten, werde in der Nieder- und Mittelspannung außerdem ein besonderes Verfahren angewandt: Durch den Einsatz isolierter Abstandsmessstangen und Stangensägen kann auch bei Bewuchs, der Sicherheitsabstände zu Leitungen unterschreitet, ohne Abschaltung gearbeitet werden. Die Zahl von Stromabschaltungen für die Ausastarbeiten sei seit Einführung des Verfahrens um drei Viertel reduziert worden, so das Unternehmen. Falls trotzdem vorübergehend einzelne Leitungsabschnitte spannungslos geschaltet werden müssen, informiere die LVN die betroffenen Haushalte vorab. Die Pflegearbeiten würden in der vegetationsarmen Winterzeit und vor Beginn der Brutzeiten abgeschlossen und entsprechen den Bestimmungen des Natur- und Vogelschutzes.

Aus Sicherheitsgründen warnt LVN Grundstücksbesitzer davor, Bäume, die zu nahe an Stromleitungen herangewachsen sind, selbst auszuschneiden. Stattdessen sollte die zuständige Betriebsstelle verständigt werden. Die jeweiligen Kontaktdaten sind im Internet zu finden unter der Adresse www.lew-verteilnetz.de/kontakt. (AN)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren