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14.04.2016

Ein Taxi für Senioren

Gemeinde will Fahrten für Bedürftige in Aindling bezuschussen. Aber wie?

Wird es in der Marktgemeinde Aindling bald ein Senioren- oder Generationen-Taxi ähnlich des Bürgermobils in Todtenweis geben? Der Aindlinger Gemeinderat steht dieser Idee der Seniorenbeauftragten Albertine Ganshorn grundsätzlich positiv gegenüber. Jetzt muss geklärt werden, wie das Senioren-Taxi funktionieren soll. Soll es für die Nutzung eine Altersgrenze oder eine Einkommensgrenze geben?

Laut Bürgermeister Tomas Zinnecker muss vorrangig geklärt werden, ob die Gemeinde mit dem örtlich ansässigen Taxiunternehmen zusammenarbeiten oder ein eigenes Fahrzeug anschaffen will, das von Ehrenamtlichen betrieben wird. Wie Zinnecker erläuterte, sei das Taxiunternehmen zur Zusammenarbeit bereit. Es würde auch kurze Fahrten, etwa innerhalb Aindlings, anbieten. Der Bürgermeister präsentierte gleich eine Beispielrechnung. Beim Taxi werden demnach drei Euro Grundgebühr je Anfahrt innerhalb von Aindling fällig. Hinzu kommen 1,70 Euro je besetzt gefahrenem Kilometer. Würden 70 Bürger das Taxi in Anspruch nehmen und je zweimal im Monat fahren, entstünden Kosten von 10000 Euro im Jahr für die Gemeinde.

Zinnecker fügte aber hinzu, dass derzeit noch keiner wisse, wie viele Menschen das Angebot annehmen würden. Gedacht ist es laut Zinnecker für bedürftige Menschen, die „sonst schwer wohin kommen“. Diese Menschen sollen eine Art Berechtigungskarte oder Gutscheinheft erhalten, das sie dann bei der Fahrt abstempeln lassen. Die Gemeinde will die Fahrten bezuschussen.

Walter Pasker sprach sich dafür aus, je Fahrt die drei Euro Grundgebühr zu erstatten. Alles andere käme zu teuer. Helga Holland plädierte dafür, nicht nur Fahrten in Aindling, sondern etwa auch zum Arzt nach Aichach zu bezuschussen. Michael Pollety fragte sich, ob das Taxi draußen warte, wenn die Bürger beim Einkaufen oder beim Arzt seien. Da vielen Gemeinderäten für eine Entscheidung belastbare Daten fehlen, sprachen sie sich generell für ein halbjähriges Probejahr aus. In der nächsten Sitzung sollen Todtenweiser über ihre Erfahrungen mit ihrem Bürgermobil berichten. (ull)

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