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Blauer Bund

14.08.2012

Ein blauer Mantel ist das Symbol für Gemeinschaft von 30 Männern

Ein blauer Mantel ist das Symbol für Gemeinschaft von 30 Männern
Bild: Gerlinde Drexler

Das Bündnis ist fast 150 Jahre alt und hängt mit der Rettung der Wallfahrtskirche Maria Birnbaum zusammen

Wegen der blauen Mäntel werden sie manchmal für Handwerker gehalten. Dabei ist der Mantel das Symbol für einen Bund, der seit fast 150 Jahren besteht. 30 Männer gehören dem Blauen Bund, den es nur in der Pfarrei Sielenbach gibt, an. Das Bündnis geht zurück auf die beiden Landwirte Mathias Asum und Mathias Asam, die sich vor fast 150 Jahren erfolgreich für den Erhalt der Wallfahrtskirche Maria Birnbaum einsetzten. Vier Termine im Jahr gibt es, an denen der Blaue Bund den Gottesdienst dort mit einer Prozession begleitet.

Der „Frautag“, der Feiertag Maria Himmelfahrt am morgigen Mittwoch, 15. August, ist einer der Termine, an der die Bruderschaft feierlich die Prozession mit dem Gnadenbild anführt. „Das ist der große Aufmarsch, an dem möglichst alle Mitglieder teilnehmen sollen“, sagt Franz Echter, Vorsitzender des Blauen Bundes. Der blaue Mantel, den alle dabei tragen, ist der Farbe Marias nachempfunden. Genau wie das blaue Tuch am Bruderschaftsstab, den jedes Mitglied trägt.

Was aber ist der Blaue Bund? Das wissen selbst manche Sielenbacher nicht. Die Geschichte des Bündnisses ist eng mit Maria Birnbaum verknüpft. Das beeindruckende Bauwerk zieht jedes Jahr viele Besucher an. Die von 1661 bis 1668 errichtete Wallfahrtskirche ist eine der bedeutendsten Kirchen der Barockzeit und war die erste mit Kuppel, die nördlich der Alpen errichtet wurde. Vor 147 Jahren war sie jedoch so baufällig, dass sie sogar abgerissen werden sollte. „Dagegen haben sich zwei Bauern aus der Gegend ausgesprochen“, erzählt Pater Jörg Weinbach, der Wallfahrtsseelsorger.

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Mathias Asum aus Lichtenberg bei Altomünster (Landkreis Dachau) und sein Freund Mathias Asam, Ökonom „beim Rauch“ aus Tödtenried, waren zwei fromme und heimatverbundene Männer, deren Konterfeis in der Sakristei der Kirche heute einen Ehrenplatz haben. Die beiden sprachen beim Erzbischof von München-Freising, Gregorius von Scherr, erfolgreich gegen einen Abriss vor. „Vermutlich war Asam die treibende Kraft und Asum verfügte über die finanziellen Mittel, um solch ein Vorhaben zu wagen“, heißt es in einem Text, der auf der Rückseite der Bilder an das Engagement der Männer erinnert.

Den gesamten Artikel lesen Sie in der Dienstagsausgabe der Aichacher Nachrichten.

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