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Kino

07.05.2019

Ein ganzes Wochenende Film pur

Kurzfilmfestival in Schrobenhausen zeigt 67 Streifen. Ein Hollywood-Star sitzt in der Jury

67 Filme an einem Wochenende im Kino sehen? Geht das? Ja, sagen die Organisatoren des Kurzfilmfestivals in Schrobenhausen. Von Freitag, 10. Mai, bis Sonntag, 12. Mai, laufen im Herzog-Filmtheater in Schrobenhausen laut einer Mitteilung die besten Geschichten nicht kommerzieller Filmemacher aus ganz Deutschland. Bereits zum siebten Mal in Folge fungiert die Filmgruppe Dram-Film um Marcus Siebler als Organisator des Bundesfilmfestivals Fiction.

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Gezeigt werden Kurzfilme, deren Länge teilweise stark variiert. So dauert der kürzeste von ihnen gerade mal eine Minute, der längste 20 Minuten. Am Freitag um 17 Uhr geht es los mit dem ersten Filmblock. Bis Samstagnacht kann man in insgesamt sechs Blöcken Kino satt genießen. Im Anschluss eines jeden Blocks wird die sechsköpfige Jury unter der Leitung von Adalbert Becker live im Kinosaal über die gesehenen Filme diskutieren. In diesem Jahr könnte die Jury laut Mitteilung hochkarätiger nicht sein, denn unter den allesamt hoch qualifizierten Filmliebhabern findet sich diesmal ein waschechter Hollywood-Star: Der Berliner Set-Decorator Bernhard Henrich war erst 2016 für den Oscar für das beste Produktionsdesign in Steven Spielbergs Film „Bridge of Spies“ nominiert und entscheidet seither als Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Siences über die jährliche Vergabe des begehrten Filmpreises mit.

Geschichten aus dem Leben, Geschichten zum Nachdenken, zum Lachen und zum Weinen – das ist es, worüber die Autoren in ihren Filmen erzählen. Seit 2017 wird das Programm neben Kurzfilmen mit Spielfilmcharakter durch Experimentalfilme, Animationen und Videoclips bereichert. Da Produktionen von Filmhochschulstudenten ebenso auf dem Programm stehen wie erste Gehversuche junger Amateurfilmer, wird in zwei Kategorien abgestimmt: Autoren mit und ohne professionellen Hintergrund.

Die Filme laufen auf der großen Leinwand des Herzog-Filmtheaters, das mit seiner fast 90-jährigen Kinogeschichte ein besonderes Flair bietet. Damit ist das Kurzfilmfestival Schrobenhausen eine kleine Besonderheit unter den Bundesfilmfestivals, müssen sich manch andere Organisatoren doch mit einer Stadthalle, Beamer und Projektionsleinwand zufriedengeben. Organisator und Filmemacher Marcus Siebler aus Gerolsbach (Kreis Pfaffenhofen an der Ilm) und sein Team hoffen auf einen vollen Saal und einen reibungslosen Ablauf. In den vergangenen sechs Jahren gab es nicht eine große Panne. Der Eintritt zur gesamten Veranstaltung ist frei. (AN)

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