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Inthronisation

07.06.2009

Eine Majestät aus Sielenbach

Jetzt hat auch Sielenbach eine Königin. Am Samstag feierte die 22-jährige Veronika Wernberger als neue Bayerische Waldkönigin auf dem heimischen Gollenhof mit vielen Gästen ihre Inthronisation. Sie repräsentiert in den nächsten beiden Jahre das grüne Drittel Bayerns. Unterstützt wird sie von Waldprinzessin Maria Stuffer aus der Chiemsee-Region. Von Gerlinde Drexler

Sielenbach Jetzt hat auch Sielenbach eine Königin. Am Samstag feierte die 22-jährige Veronika Wernberger als neue Bayerische Waldkönigin auf dem heimischen Gollenhof mit vielen Gästen ihre Inthronisation. Sie repräsentiert in den nächsten beiden Jahre das grüne Drittel Bayerns. Unterstützt wird sie von Waldprinzessin Maria Stuffer aus der Chiemsee-Region.

Auf dem Gollenhof herrschte ausgelassene Stimmung. Jeder wollte der Königin die Hand schütteln, Fotos machen oder mit ihr anstoßen. Die Feier war eine Mischung aus Familientreffen und offizieller Inthronisation mit Vertretern der Wald- und Forstwirtschaft sowie heimischer Prominenz. Mit launigen Reden, Gedichten, Blumen und einem Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde wurde die achte Waldkönigin, die der Bayerische Waldbesitzerverband gewählt hatte, gefeiert.

Die Kriterien, die eine königliche Repräsentantin erfüllen muss, sind klar festgelegt. "Kreuther Beschluss" nennt sich das "historische Dokument", das Konrad Kräutlein aus Markt Erlbach in Mittelfranken anno 1995 bei einem forstpolitischen Seminar der Hanns-Seidel-Stiftung in Wildbad Kreuth verfasst hat. Charmant und freundlich muss ihr Auftreten sein, schön soll sie sein und natürlich auch über forstliches Fachwissen verfügen. Das Alter soll laut Beschluss zwischen 17 und 23 Jahren liegen. "Aber da sind wir großzügig", sagte Kräutlein.

Eine Majestät aus Sielenbach

Nachdem eine Waldkönigin auch königliche Insignien braucht, ließ der Verband die in Oberammergau anfertigen. Das hölzerne Krönchen ist aus Lindenholz geschnitzt, das Zepter besteht aus zwölf heimischen Baumarten, verriet Hans Baur, Geschäftsführer des Waldbesitzerverbandes.

Dieses Zepter bekam die 22-Jährige am Samstag überreicht. Im Amt ist sie aber schon seit Februar und hat auch schon einige offizielle Termine hinter sich. "Wald ist mehr als nur eine Vielzahl von Bäumen. Nur wenn man ihn kennt, schätzt man ihn in seiner Vielzahl von Gesichtern", sagte sie. Der Familie habe der Wald schon immer am Herzen gelegen, sagte Anton Wernberger, Vater der Waldkönigin. Als Beispiel machte er die Gäste auf den aus Holz gebauten Schweinestall aufmerksam. Heute wird auf dem Hof, der bereits seit 370 Jahren im Besitz der Familie ist, Ackerbau und Schweinemast betreiben. Von den 105 Hektar, die zum Hof gehören, sind 33 Hektar Wald. "Bayern Seite 7

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