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Bürgerversammlung

23.11.2019

Eine „gmahde Wiesn“ für den Nachfolger

Idyllisch liegt Unterbernbach im Wittelsbacher Land. Bei der Bürgerversammlung wurde unter anderem das neue Baugebiet an der Rettenbacher Straße mit zehn Bauplätzen angesprochen.

Viele Gäste haben nur wenige Fragen in Unterbernbach. Ein Anliegen hat der Bürgermeister selbst

Nur ein paar wenige Wortmeldungen gab es auf der letzten Bürgerversammlung, die Johann Lotterschmid als Bürgermeister von Kühbach abhielt. 61 Besucher waren am Donnerstag nach Unterbernbach gekommen. Ein Thema sprach der Bürgermeister selbst an.

Voraussichtlich erst im Januar wird die Gemeinde die Bescheide über die Ergänzungsbeiträge für die neue Kläranlage verschicken. „Technische Probleme“ nannte der Bürgermeister als Grund. Ursprünglich war geplant, dass die Bescheide noch in diesem Jahr rausgehen. Die erste von drei Raten wird im Februar 2020 fällig, die zweite ein Jahr darauf und die dritte und letzte im Februar 2022. Anfang 2020 wird mit dem Bau der Druckleitung begonnen, die den Hauptort Kühbach an die neue Kläranlage anschließt. „Kommen hier noch Kosten auf uns zu?“, wollte Markus Kaiser wissen. „Nein“, antwortete der Bürgermeister. Eine Million Euro sei für die Druckleitung eingeplant, 50 Prozent der Kosten werden über Zuschüsse gedeckt. Selbst wenn die Kosten höher als kalkuliert liegen, sei alles abgegolten, versicherte Lotterschmid. Auch bei den Kanalgebühren gebe es in den nächsten zwei bis drei Jahren „mit Sicherheit keine Erhöhung“. Josef Jung wollte wissen, ob vorhandene Sickerschächte bei den Ergänzungsbeiträgen berücksichtigt würden. Das habe mit diesen Beiträgen nichts zu tun, sondern mit den Gebühren, erklärte der Bürgermeister und ergänzte: „Eine Vergünstigung für Versickerung gibt es schon immer bei den Gebühren.“

Obwohl es auch turbulente Zeiten gegeben habe, habe es ihm immer Spaß gemacht, in Unterbernbach auf der Bürgerversammlung zu sein, sagte Lotterschmid. „Ich habe mich hier immer zu Hause gefühlt.“ Er appellierte an die Zuhörer, auch in Zukunft Interesse an der Kommunalpolitik zu zeigen und den neuen Gemeinderat zu unterstützen. Die Weichen seien sehr gut gestellt, sagte er. Der neue Bürgermeister bekomme „eine gmahde Wiesn“.

Weitere Themen in Kürze:

Auf einen kaputten Spiegel im Bereich der Dekan-Moll-Straße wies Johann Hofberger hin. Das werde die Gemeinde in Angriff nehmen, sagt Lotterschmid zu.

Ob es im neuen Baugebiet „Rettenbacher Straße“ Baupflicht gebe, interessierte Markus Kaiser. „Ja“, sagte der Bürgermeister. Wie schnell gebaut werden müsse, entscheide der neue Gemeinderat. Mit dem Verkauf der zehn Grundstücke will die Gemeinde voraussichtlich Mitte 2020 beginnen.

Zehn bis 15 Minuten sei die Schranke am Bahnübergang an der Martinstraße geschlossen, wenn ein Zug komme, sagte Georg Heinzlmeier. Er regte an, die Gemeinde solle sich mit der Deutschen Bahn in Verbindung setzen, um hier etwas zu ändern. Die Schranke auf Automatik umzustellen, wäre dringend erforderlich, stimmte Lotterschmid ihm zu. Von den geschätzten Kosten in Höhe von 100000 Euro müsste die Gemeinde ein Drittel übernehmen. „Das würden wir gerne zahlen“, so Bürgermeister Lotterschmid. Obwohl die Bahn ihm schon ein paar Mal versprochen habe, etwas zu unternehmen, sei bisher nichts passiert, sagte er.

Um die Zukunft des Tennisvereins machte sich der Bürgermeister Gedanken. Der Vorstand wolle nicht mehr weitermachen, teilte er auf der Versammlung mit. Er hoffte, dass sich Eltern der Kinder, die dort Tennisstunden haben, für den Verein engagieren. „Es wäre ewig schade, wenn die Anlage in Unterbernbach nicht weitergeführt werden könnte.“ (drx)

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