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Aichach

27.01.2020

Einmalige Atmosphäre zur Premiere im Canada

Die vier Stimmen von four friends überzeugten bei der Premiere im Canada-Saal mit viel Gefühl, Leidenschaft und Harmonie. Von links: Georg „Gigi“ und Julia Braunbeck, Vroni und Josh Stadlmaier.
Foto: Manfred Zeiselmair

Plus Die Band Four Friends steht in Obermauerbach bei ihrem ersten Konzert auf der Bühne. Warum am Ende wirklich alle mitsingen können.

Ihr erstes Konzert sollte eigentlich im kleinen Rahmen stattfinden. Doch es wurden immer mehr, die sich die Premiere von four friends nicht entgehen lassen wollten. Der Canada-Saal im Aichacher Ortsteil Obermauerbach war schnell ausverkauft. Und die vier Freunde Vroni Stadlmaier (Gesang, Geige, Bass), Julia Braunbeck (Gesang, Bass), Josh Stadlmaier (Gesang, Gitarre, Cajon) und Georg „Gigi“ Braunbeck (Gesang, Klavier, Akkordeon, Gitarre) feierten als „four friends“ eine Premiere nach Maß. Dabei übertrafen sie alle Erwartungen beim Publikum.

Auf Augenhöhe und inmitten ihrer Fans hat Canada-Wirt Rainer Knauer das sympathische Quartett platziert. Die alte Couch und die passende Schirm-Stehlampe tragen ihren Teil dazu bei, dass im Saal schnell eine Wohnzimmeratmosphäre entsteht. Und schon nach wenigen Songs der beiden sympathischen Paare stellt sich ein Wohlgefühl ein, das die Gäste den ganzen Abend lang bei Laune hält.

Vier Musiker auf der Wohnzimmer-Bühne

Four friends – Die vier Freunde, die hier auf der Wohnzimmer-Bühne stehen, hätten keinen treffenderen Namen wählen können. Man fühlt, wie nahe sich die Vier stehen, wie harmonisch sich ihre vier Stimmen ineinanderfügen und eine musikalische Einheit bilden. Sie musizieren seit der Grundschulzeit zusammen und haben, so Josh Stadlmaier, „Lieder, die uns am Herzen liegen“, im Gepäck. Abgesehen von Stadlmaiers dosiertem Cajon-Einsatz verzichten die „four friends“ auf Schlagwerk. Den Fokus ihrer Darbietung legen sie auf ihren mehrstimmigen Gesang. Dies kommt nicht von ungefähr, waren doch alle Vier im Tonträger-Chor der Ehemaligen des Deutschherren-Gymnasiums (DHG) Aichach unter der Leitung von Musiklehrer und Jazzfreund Arnold Fritscher aktiv. Schon bei ihrem ersten Song, einer zwei-, später vierstimmigen Interpretation von Sias „Chandelier“ überzeugen four friends und ernten stürmischen Beifall.

Auch ohne Mikros beim späteren „Make You Feel My Love“ von Adele beweist der vierstimmige Chor Gefühl. Virtuos dabei das Klavierspiel von „Gigi“ Braunbeck, der im Laufe des Abends mal gefühlvoll und sanft, mal treibend und voller Elan, die vier Stimmen trägt und optimal zur Geltung bringt. Bei „I Wanna Dance With Somebody“ beweist er, dass er auch die Klaviatur seines Akkordeons beherrscht – sowie später noch Melodika, Akustikgitarre und Ukulele. Außergewöhnlich auch seine Akkordeon-Begleitung zur Interpretation von „Roxanne“, das mit den Stimmen von Josh Stadlmaier und Julia Braunbeck zu einem der Höhepunkte des Abends wird.

Als gefühlvolle Rockballade bringt Julia Braunbeck mit ihrer voluminösen Stimme „Sweet Child O’Mine“ von Guns N´Roses auf die Bühne. Und glänzt bei John Legends „All of me“. Nicht nur zur Freude von Gigis Mama wagen sich die Braunbecks sogar an Freddy Mercurys „The Show Must Go On“. Sie bekommen dafür überschwänglichen Applaus. Josh Stadlmaier mit seiner markanten Stimme erweist Bruce Springsteen die Ehre mit einer rauchigen Fassung von „Thunder Road“. Ähnlich emotional und überzeugend auch seine von „Gigi“ Braunbeck genial am Klavier begleiteten Versionen von Stings „Shape Of My Heart“ und Konstantin Weckers „Sage Nein“. Lustig wird’s bei „Zu spät“, das Josh und Vroni Stadlmaier gemeinsam zum Besten geben. Dabei bringen sie sogar die Instrumente ihrer Tochter Carlotta - Rassel und Xylofon - zum Einsatz.

Zwei Klassiktitel geben Raum für Virtuosität auf der Geige

Natürlich darf auch der von Josh für sein Sensational Skydrunk Heartbeat Orchestra (SSHO) geschriebene Mitsing-Hit „Croatia“ nicht fehlen. Voller Leidenschaft lässt Vroni bei Josh’s „Knocking On Heavens Door“ den Bogen über ihre Geige gleiten. Auch bei den zwei Klassik-Titeln „Romanze in G-Dur, Opus 26“ von J.S. Svendsen und der Filmmusik von „Jenseits der Stille“ beweist Vroni Stadlmaier ihre Virtuosität an der Geige. Im Laufe des Abends wechselt sie sich, bei den etwas lauteren Stücken, immer wieder mal mit Julia Braunbeck an der Bassgitarre ab.

Zum Gelingen des unterhaltsamen Abends trägt nicht zuletzt „das beste Publikum, das die four friends je hatten“ (Zitat Stadlmaier) bei. Konzentriert und aufmerksam bei den leisen Nummern, singt, schnippt und klatscht der ganze Saal zu den Mitmach-Songs. Nach 19 Titeln ohne Pause folgt schließlich bei der Zugabe eine weitere Premiere: Laut Canada-Wirtin Mia Knauer wird „zum allerersten Mal“ dem Publikum der Mitsingtext per Beamer, also quasi „auf dem Tablet(t) präsentiert“.

So geht ein außergewöhnlicher Abend mit einem hundert-stimmigen „A Little Respect“ von Erasure und „Don’t Look Back In Anger“ von Oasis zu Ende.

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