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12.01.2015

Eisköniginnen und wilde Kerle begeistern das Publikum  

Die Icequeen der Augsburger Faschingsgesellschaft Hollaria.
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Die Icequeen der Augsburger Faschingsgesellschaft Hollaria.
Bild: Erich Echter

Beim ersten Gardetreffen der Aichacher Paartalia glänzen in der voll besetzten TSV-Halle neben den Gastgebern die Garden aus Zell, Kösching, Augsburg und Mering. Überraschungen bleiben nicht aus

Die Kombination von Showtänzen verschiedener Garden und Sketchen riss am Freitagabend in der Aichacher Narrenhochburg, der TSV-Halle, das Publikum regelrecht vom Hocker. Das erste Gardetreffen der Faschingsgesellschaft Paartalia war ausverkauft. Besonders die „Icequeens“, die Eisköniginnen, der Hollaria aus Augsburg und die Tänzerinnen von Lach Moro aus Mering waren besondere Farbtupfer des Abends. Akrobatische Höchstleistung boten in ihrem Showteil alle Garden. Hi er finden Sie eine Bildergalerie des Abends.

Den Auftakt machten die Jüngsten der Paartalia mit Nachwuchshofmarschallin Pia Hannak. Sie musste mit ihrer Truppe am Nordpol notlanden und bekam dabei Gelegenheit, mit Pinguinen, Eisbären und Eskimos zu tanzen.

Turbulenzen kündigte Hofmarschall Roland Grabmann an, denn Prinzengarde und Elferrat der Paartalia waren zu einer Dschungelexpedition aufgebrochen. „Die Paartalia ist immer für Überraschungen gut“, waren die letzten Worte des Hofmarschalls, bevor er von Affen in die Wipfel der Dschungelbäume gehoben wurde. Mit von der Dschungelparty sind Prinz Andreas und Prinzessin Gaby, die sich vor den unheimlichen Geschöpfen nicht fürchteten. Als erste Gastgarde rückte Zell ohne See mit ihrer Truppe an. Mit ihrem gewohnten Schlachtruf „Zell ahoi“ stürmten sie aufs Podium. Ihr diesjähriges Motto „Feuer und Eis“ spiegelt sich auch im Outfit der Garde wider. Die Ranzengarde zeigte sich nach dem Vorbild des altrömischen Gottes Janus mit zwei Gesichtern. Mit in Aichach dabei waren auch Vorsitzender Norbert Bachmann und das Prinzenpaar Max I. und Julia I., das sich auf die Fahnen geschrieben hat, Frohsinn und Heiterkeit in der närrischen Zeit unters Volk zu streuen.

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Die Aichacher Tratschweiber sind ein fester Programmpunkt der Showabende. Nachdem der Milchwerkkamin gesprengt wurde, haben die Damen mit ihren fliegenden Besen ihren Aussichtspunkt verloren und können dem Landrat nicht mehr ins Fenster schauen. Deshalb mussten sie sich für ihre Plaudereien neue Perspektiven suchen.

Heuer versuchen es die Damen, die im Schlepptau heimlich einen Herrn mit sich führten, mit Gesang aus „voller Brust“. „Wir haben heute auch unsere eigene Musik dabei“, kündigten sie an, was sich auch im weiteren Programm als recht nützlich erwies. Im musikalischen Wettbewerb sind sie in zwei Gruppen angetreten, „die alten und die jungen Tratschweiber“. Wie es im Leben halt ist: Die Alten wussten mehr. Als Erstes bekam Hausmeister Otto von der TSV-Halle sein Fett weg. Auch Promi-Häftling Hoeneß kam in die Schusslinie. Durch den Kakao wurde auch mancher Stadtratsbeschluss gezogen, wie der Bahnhof, die Feuerwehr und ein Schlossgeist.

Danach ging es artistisch im Programm weiter mit Germanica Kösching. Die Köschinger Narren, die heuer ihren 25. Geburtstag feiern, zogen alle Register. Über ihr Showprogramm staunten die Besucher. Manchmal hatte es fast den Anschein, als ob die Köschinger Gardetänzerinnen und -tänzer ans Hallendach prallen. Sie bildeten riesige Menschenpyramiden und immer wieder ging es hoch hinaus, mittendrin das Prinzenpaar Julia II. und Markus III.

Zum ersten Mal war die Augsburger Hollaria zum Aichacher Gardetreffen eingeladen. Hofmarschall Christian Weber kündigte eine rauschende Party mit „Icequeen“ Julia auf der Bühne an. Bei ihrer „Crushed Ice-Party“ war das Eis schnell gebrochen und im Saal wurde es richtig heiß. Die Augsburger präsentierten sich in einer Mischung aus Akrobatik, Tanz und außergewöhnlichen Kostümen. Sehr amüsant war die Zeitreise der Papatalia, die vor 40 Millionen Jahren begann und bis ins heutige Aichach führte. Dabei kamen sowohl wilde Gesellen ins Spiel als auch feine Herren wie Wolfgang Amadeus Mozart.

Krönender Abschluss des Showabends war der Auftritt von Lach Moro aus Mering, die in Aichach keine Unbekannten sind. Die Meringer, bekannt als Meister der Kostümvielfalt, haben auch heuer wieder mit ihren Showtänzen den Geschmack der Aichacher getroffen. Mit ihrer Show führten sie die Besucher durch die vier Jahreszeiten.

Weitere Gardetreffen der Paartalia finden am Freitag, 23. Januar, am Sonntag, 25. Januar, (Nachwuchs) und am Freitag, 6. Februar, in der TSV-Halle statt.

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