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Aichach

23.09.2019

Elisabethschule in Aichach: Der frühere Zivi ist jetzt Direktor

Klaus Steinhardt, 45, ist neuer Leiter der Elisabethschule in Aichach. Er kennt die Schule noch von früher. Im Schuljahr 1994/95, direkt nach dem Abitur in Aichach, leistete er hier seinen Zivildienst.
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Klaus Steinhardt, 45, ist neuer Leiter der Elisabethschule in Aichach. Er kennt die Schule noch von früher. Im Schuljahr 1994/95, direkt nach dem Abitur in Aichach, leistete er hier seinen Zivildienst.
Bild: Alice Lauria

Klaus Steinhardt, 45, ist neuer Leiter der Elisabethschule in Aichach. Er tritt damit die Nachfolge von Christiane Nerb-Straub an. Was seine Anliegen sind.

Vor 25 Jahren beginnt die sonderpädagogische Karriere von Klaus Steinhardt in der Elisabethschule der Lebenshilfe Aichach. Im Schuljahr 1994/95, direkt nach dem Abitur in Aichach verschlägt es den gebürtigen Wollomooser (Altomünster, Landkreis Dachau) zum Zivildienst in die Förderschule. Heute, genau ein Vierteljahrhundert später, steht er ihr nun als neuer Direktor vor.

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Für Steinhardt schließt sich hier ein Kreis, da seine Zivildienstzeit damals seine Berufsentscheidung massiv beeinflusste. Nach seinem Studium der Sonderpädagogik in Würzburg und dem Referendariat verschlug es ihn zurück in die Heimat. Ab 2003 unterrichtet er an der Aichacher Edith-Stein-Schule, ebenfalls eine Förderschule. Nach fünf Jahren zieht es ihn weiter nach Friedberg in die Vinzenz-Pallotti-Schule, die sehr ähnliche Förderschwerpunkte wie die Edith-Stein-Schule setzt. Hier ist er elf Jahre als Konrektor tätig.

Die Elisabethschule in Aichach ist eine Einrichtung der Lebenshilfe und neue Wirkungsstätte von Schulleiter Klaus Steinhardt.
Bild: Alice Lauria

Ihn reizt die Aufgabe, doch er hat Respekt vor der Verantwortung

Als bekannt wird, dass die bisherige Rektorin der Elisabethschule, Christiane Nerb-Straub, ihren Posten aufgibt, sieht er die perfekte Gelegenheit, sich um eine Schulleiterstelle zu bewerben. Die neue Herausforderung reizt Steinhardt ungemein, obgleich er auch großen Respekt vor der Verantwortung und den damit verbundenen zahlreichen Aufgaben hat.

Elisabethschule in Aichach: Der frühere Zivi ist jetzt Direktor

Der 45-jährige Familienvater von zwei Kindern im Alter von fünf und sieben Jahren schätzt es sehr, in seiner Heimatstadt tätig sein zu können: „Ich kann mit dem Fahrrad in die Arbeit fahren“, schwärmt er. Das gebe ihm eine große Flexibilität bei außerplanmäßigen Terminen nachmittags oder abends. „Ich stehe für das Wohl der Kinder und Jugendlichen und möchte, dass die Kinder sich hier wohlfühlen und gerne in unsere Schule kommen“, sagt Steinhardt über seine Prioritäten für den neuen Job. Außerdem ist es ihm „unglaublich wichtig, dass jedes Kind auf seinem Niveau Lernfortschritte machen kann und dazulernt“. Natürlich sollen sich auch die Eltern dabei wohlfühlen, ihre Kinder in die Elisabethschule zu schicken.

Was die Arbeit in der Elisabethschule von staatlichen Schulen unterscheidet

Die Arbeit in einer Einrichtung der Lebenshilfe unterscheidet sich dahingehend von einer staatlichen Schule, dass deutlich mehr einzelne Parteien unter einen Hut gebracht werden wollen. Neben Lehrern müssen Heilpädagogen, Erzieher, Pflegekräfte, Schulbegleiter und Praktikanten koordiniert und aufeinander abgestimmt werden. Und zwar möglichst so, dass bestenfalls alle zufrieden sind.

Bei den für ihn noch neuen Strukturen der Lebenshilfe ist ihm seine Stellvertretung Johanna Hanser eine wertvolle Unterstützung: „Es ist mir sehr wichtig, förderliche Arbeitsbedingungen zu schaffen, bei denen man gerne in die Arbeit geht“, so der Sonderpädagoge. „Denn dann geht’s auch den Kindern gut.“

Der neue Leiter der Elisabethschule: „Erst mal soll der Laden laufen“

Konkrete Projekte für die Zukunft hat Klaus Steinhardt noch nicht. Im ersten Jahr möchte er sich zuerst mit allem vertraut machen, sich alles genau anschauen, Kollegen und Kinder besser kennenlernen. „Erst mal soll der Laden laufen, die Kinder und die Mitarbeiter sollen sich wohlfühlen.“ Ein gutes Miteinander steht für den neuen Schulleiter nach eigener Aussage im Vordergrund.

Er wurde in der Elisabethschule mit offenen und erwartungsvollen, aber auch vorsichtigen Armen empfangen. Sogar einige ihm aus seiner Zivildienstzeit vor 25 Jahren bekannte Gesichter sind noch im Kollegium. Steinhardt bezeichnet sich selbst als offenen Menschen, der mit offenen Türen Ansprechbarkeit signalisieren möchte. Entsprechend sind die Kommunikation und der Informationsfluss zwei seiner Hauptanliegen.

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