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Neujahrsempfang

21.01.2019

Ende des Jahres ist Sielenbach fast ölfrei

De junga Sialabecka sorgten für zünftige Stimmung während des Neujahrsempfangs.
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De junga Sialabecka sorgten für zünftige Stimmung während des Neujahrsempfangs.
Bild: Alice Lauria

Bürgermeister Martin Echter hebt den großen Zusammenhalt und die Energieerzeugung in der Gemeinde hervor. Die lohnt sich nicht nur für die Umwelt. Auch sonst verteilt er viel Lob – besonders an zwei Personen

Von einem „beispiellosen Zusammenhalt und der beispielhaften Energieerzeugung in der Gemeinde“ sprach Bürgermeister Martin Echter beim Sielenbacher Neujahrsempfang. Verdiente Gemeindemitglieder waren dazu am Freitag ins Pfarrheim eingeladen, darunter die Geistlichkeit, die Rektorin der Mittelschule Claudia Gadsch, der stellvertretende Friedberger Bürgermeister Richard Scharold, die Gemeinderäte sowie die Kreisräte Sepp Bichler und Reinhard Herb.

Tiefsten Dank sprach Martin Echter zunächst allen Ehrenamtlichen der Gemeinde aus. Mit den Helfern bei den zahlreichen unterschiedlichen Veranstaltungen, den Pflegern der Grünanlagen und denen, die unzählige Betreuer- und Trainerstunden leisten, nannte er nur einen kleinen Teil dieser „unverzichtbaren Stützpfeiler der Gemeinde“.

Zu den größten Errungenschaften des vergangenen Jahres zählte er an erster Stelle die „beispielhafte Energieerzeugung“. Mit einem Energiemix aus Photovoltaik, Windrädern und Biogasanlagen werde laut Bürgermeister bereits aktuell viereinhalb mal soviel Energie produziert, wie verbraucht werde. Dieser Wert werde sich mit Fertigstellung zweier Solarparks in diesem Jahr noch auf das 14- bis 15-fache des Eigenverbrauches steigern. Echter betonte, dass all diese ökologischen Errungenschaften auch ökonomisch positiv für die Gemeinde seien. „Sonne und Wind schicken nun mal keine Rechnung“, sagte er. Nach der Fertigstellung des fünften Wärmenetzes in Sielenbach werde bis Ende 2019 der größte Teil der Gemeinde ölfrei sein.

Auch bautechnisch hat sich im vergangenen Jahr viel getan. Zu den bestehenden 16 Sozialwohnungen werden noch acht weitere hinzukommen, so Echter. Die Schaffung von Baugrundstücken gehe voran und durch die Gewerbegebieterweiterung werde es fünf Einheimischen ermöglicht, einen Firmensitz zu gründen oder sich zu vergrößern.

Lobend erwähnte Bürgermeister Echter die Bildungs- und Kinderbetreuungsstätten der Gemeinde. Die Kinderkrippe, beide Kindergärten und die Mittelschule würden auch in Zukunft durch die weiterhin überdurchschnittlich wachsende Sielenbacher Bevölkerung gut besucht sein, sagte er. Der Rektorin der Mittelschule, Claudia Gadsch, dankte er für ihren unermüdlichen Einsatz seit nunmehr 29 Jahren im Namen der Sielenbacher Schüler. Eine hohe Geburtenrate und junge Leute, die lieber im Heimatort blieben, als in die Großstädte zu ziehen, würden der Gemeinde und natürlich auch den Vereinen den Nachwuchs sichern.

Positiv fiel Martin Echter auch auf, dass von den 20 Asylbewerbern in der Gemeinde bereits die meisten fest integriert seien, eine Anstellung hätten, den Führerschein machten und fleißig deutsch lernten. Auch habe die Gemeinde Sielenbach finanziell eine solide Basis.

Nach Echters Schlusswort ergriff sein Stellvertreter Franz Moser das Wort, um daran zu erinnern, dass viele Errungenschaften und finanzielle Einsparungen ein Verdienst von Bürgermeister Martin Echter selbst seien. Daraufhin ließen alle Anwesenden den Rathauschef dreimal hochleben.

Zwei der Gäste wurden von Bürgermeister Martin Echter besonders hervorgehoben. Für 28 Jahre Reinigungsdienst an Rathaus und Schule wurde Martha Sailer geehrt und mit den besten Wünschen in den Ruhestand verabschiedet. Martin Straßmeir, Vorsitzender des Sielenbacher Krieger- und Soldatenvereins, feierte 2018 seinen 60. Geburtstag. Hierzu gratulierte der Bürgermeister.

Wie zuletzt vor fünf Jahren waren die Kirchenchöre aus Sielenbach und Tödtenried zum Empfang geladen. Es war einer der Höhepunkte des Abends, als beide Chöre unter der Leitung von Josef Kirmair und Gregor Mayr gemeinsam den Kanon „Viel Glück und viel Segen“ anstimmten.

Die musikalische Untermalung übernahmen ansonsten gekonnt De junga Sialabecka unter der Leitung von Martin Heitmeier.

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