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Energie

28.09.2015

Enorm großes Interesse am Bau der Windräder

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2 Bilder
Zwischen Sielenbach und Laimering konnten sich Interessierte gestern ein Bild von der Baustelle machen, an der die umstrittenen Windräder errichtet werden sollen. Hier Halbschalenelemente, die später zum unteren Turm gehören.
Bild: Sophie Schmid

Etwa 350 Menschen haben sich am Sonntag ein Bild von der Baustelle bei Sielenbach gemacht. Sie erfuhren mitunter Erstaunliches.

Etwa 350 Interessierte sind am Sonntagnachmittag zum zweiten Tag der offenen Baustelle der Energiebauern GmbH gekommen. Aufgrund des großen Andrangs wurden deshalb vier Führungen anstatt der geplanten zwei angeboten. Die Energiebauern Florian Bichler und Johannes Bartke informierten die Besucher dort über den aktuellen Stand der Dinge auf der Baustelle.

Mittlerweile steht auf Sielenbacher Flur ein riesiger Mobilkran, der beladen insgesamt 310 Tonnen wiegt. Dieser Kran wird gebraucht, um die unteren 50 Meter des Turms mit Halbschalen-Elementen in die Höhe zu bauen. Die Halbschalen standen gestern noch am Boden. Auf einem Montierkreuz werden sie durch Ausbetonieren zusammengefügt. Insgesamt wird ein Element dieser Art 80 Tonnen wiegen. Die Bauteile werden über die A9 zur Baustelle geliefert, pro Windrad sind das 34 Lkw-Transporte. Bislang gab es keine Probleme beim Transport, schwierig wird es erst, wenn die 58 Meter langen Rotorblätter angeliefert werden sollen. In den nächsten drei Wochen sollen die Türme stehen. Läuft alles nach Plan, ist die Anlage bis zum ersten Quartal 2016 betriebsbereit. Ein Aufzug wird dann acht Minuten brauchen, um maximal zwei Personen in schwindelerregende 140 Meter Höhe hinaufzufahren. Nach 20 Jahren wird die Statik der Bauwerke erneut kontrolliert.

Weit oben befindet sich auch ein Gerät, das die Schallfrequenzen der Fledermäuse erfasst und dafür sorgt, dass das Windrad zum richtigen Zeitpunkt abgeschaltet werden kann, damit kein Tier zu Schaden kommt. Insgesamt sollen die sechs Windräder pro Jahr zusammen 35 bis 36 Millionen Kilowattstunden Energie erzeugen. Eingespeist wird in die Netze der Lechwerke und der Bayernwerk AG. Insgesamt werden 28 Millionen Euro investiert.

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Für den Betrieb haben die Energiebauern drei Kommanditgesellschaften gegründet – für jedes Gemeindegebiet eine. Zusammen mit den Grundstückseigentümern errichten die Energiebauern fünf der sechs Anlagen. Für die sechste Anlage in Dasing werden keine weiteren Investoren mehr gesucht, wie Florian Bichler gestern erklärte. Hier konnten sich Bürger aus Aichach, Sielenbach und Dasing mit jeweils bis zu 10000 Euro beteiligen.

Das Projekt hat auch Gegner, vor allem in den nahegelegenen Dasinger und Aichacher Ortsteilen. Anwohner aus Blumenthal (Aichach), den Dasinger Ortsteilen Laimering und Rieden haben gegen alle sechs Windräder geklagt. Darüber verhandelt, wie berichtet, am Mittwoch, 30. September, ab 9 Uhr das Verwaltungsgericht Augsburg. Ein Richter hatte sich am Donnerstag bei einem Ortstermin einen Eindruck verschafft.

Das tat gestern unter anderem auch Josef Grieser aus Sielenbach. Er war der Überzeugung, dass Windkraft eine sinnvolle Lösung zur Energiegewinnung darstelle. „Strom braucht jeder“, sagte er. Gut informiert fühlte sich gestern auch Cilly Kreitmayr aus dem Aichacher Stadtteil Edenried nach der Führung beim Tag der offenen Baustelle. (mit nsi und bac)

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