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Bürgerversammlung

16.11.2018

Erst die Bilder, dann die Zahlen

Rathauschef Dietrich Binder zeigt in Petersdorf zunächst, was sich seit März 2017 in der Gemeinde getan hat. Anschließend präsentiert er die Zahlen zur Entwicklung der Kommune, seit er im Amt ist

Die Petersdorfer Bürger mussten lange darauf warten. Bei der letzten Bürgerversammlung im März 2017 stellte sich Petersdorfs Bürgermeister Dietrich Binder noch neugierigen Fragen – als potenzieller neuer Rathauschef. Über eineinhalb Jahre später hatte Binder nun zu seiner ersten eigenen Bürgerversammlung geladen. Dafür setzte er gleich zwei Termine fest: Am Donnerstag fand die Bürgerversammlung im Gasthof Kügle in Petersdorf statt. Am Montag, 19. November, findet eine weitere im Vereinsheim Almenrausch statt. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Binder wollte seine erste Bürgerversammlung mit seiner eigenen Handschrift versehen. Statt der üblichen Zahlen zu den Finanzen der Gemeinde startete er deshalb mit Bildern, die illustrieren sollen, was sich seit seinem Amtsantritt in der Gemeinde Petersdorf bewegt hat. Erst im zweiten Teil präsentierte er die Zahlenwelt, die zwar nicht minder wichtig sei, aber einfach „faktisch“ nachgereicht werden könne, so Binder. Für diese Bildergalerie hatte der Rathauschef selbst Bilder geknipst, die die Hecken- und Strauchpflege, den Feldwegzustand, die Sanierung der Feldwege und die Bachräumung an Axt, Moosgraben und dem Weiher am Weiglberg in Vorher-Nachher-Bildern veranschaulichen. Auch über die Schule in Willprechtszell, über die Spielplätze in den Ortsteilen sowie über zahlreiche Vereinsaktionen wie etwa die Sanierung des Bushäuschens oder die Krokuspflanzaktion, die nur wenige Tage zurückliegt, berichtete der Rathauschef. Ganz ohne Zahlenwerk kam Binder aber nicht aus. Wenn es etwa um die Kosten geht, die die Wasserversorgung bis dato verschlungen hat und noch verschlingen wird. Auch die Anschaffung der zwei neuen Fahrzeuge für die Feuerwehr Alsmoos-Petersdorf sind mit dem entsprechenden Zahlenwerk unterfüttert: 32500 Euro hat der Mannschaftstransportwagen gekostet, 157000 Euro wird das Mittlere Löschfahrzeug kosten, das 2019 und 2020 zu bezahlen sein wird.

Und natürlich kam der Rathauschef nicht umhin, jede Menge Zahlen zu zeigen, die Finanzen der Gemeinde Petersdorf. Die größten Einnahmequellen waren 2017 die Schlüsselzuweisung (500000 Euro), die Gewerbesteuer (350000 Euro), Erschließungsbeiträge (229000 Euro), Kanalgebühren (170000 Euro), Grundstücksveräußerungen (160000 Euro), der Zuschuss zur Breitbanderschließung (141000 Euro), Investitionszuweisungen (127000 Euro) und die Wassergebühren (115000 Euro). Knapp 1,4 Millionen wurden aus den Rücklagen entnommen.

Auch der Auszug der größten Ausgaben weist hohe Summen aus, die Petersdorf 2017 schultern musste: Kreisumlage (690000 Euro), Abwasserentsorgung inklusive Baugebiete (490000 Euro), Wasserversorgung inklusive Brunnen I und Baugebiete (443000 Euro), Straßenerschließung (340000 Euro), Personalausgaben (267000 Euro), Breitbanderschließung (265000 Euro) und die VG-Umlage (235000 Euro) zählten hier zu den größten Posten. Insgesamt schlossen die Finanzen der Gemeinde Ende 2017 mit einem Bank- und Einlagenguthaben von 536000 Euro auf der einen Seite und 153000 Euro Schulden, die – umgerechnet auf die Bevölkerung Petersdorf – einer Pro-Kopf-Verschuldung von 91,82 Euro entsprechen. "Bericht folgt

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