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Sitzung I

05.12.2018

Es gibt Zoff um einen dritten Kommandanten

Dass die Feuerwehren Alsmoos und Petersdorf ab Januar fusionieren dürfen, ist beschlossen. Doch es gibt Unstimmigkeiten

Zwei Entscheidungen zum „Feuerwehrwesen“ hätten die Gemeinderäte von Petersdorf am Montagabend fällen sollen, doch nur zu einer Entscheidung konnten sie sich durchringen. Einstimmig beschlossen sie, dass die aktiven Mannschaften der Freiwilligen Feuerwehren Almoos und Petersdorf künftig zu einer aktiven Truppe werden sollen (wir berichteten). Nicht entschieden ist allerdings, ob diese Truppe auf zwei oder gar drei Kommandanten hören wird. Diese Entscheidung wurde vertagt.

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Andreas Lamminger warf die Frage auf, wie viele Kommandanten es in der zweiten Feuerwehr in der Gemeinde, der in Schönleiten-Willprechtszell, gebe. Diese hat einen Kommandanten und einen Stellvertreter. Lamminger wünschte sich daraufhin eine einheitliche Lösung für beide Wehren. Würde wegen des erhöhten Verwaltungsaufwands, den die Fusion den Feuerwehren nun beschere, ein Dritter Kommandant benötigt, sprach sich Lamminger für eine zeitliche Begrenzung dieser Position aus.

Robert Weichselbaumer erklärte, dass ohnehin nur der Erste Kommandant die Verantwortung trage, und betonte: „Uns reichen auch zwei Kommandanten.“ Robert Langenegger, Gemeinderat und derzeit Erster Kommandant der Petersdorfer Wehr, sorgte sich aufgrund der Diskussion um den Dritten Kommandanten vor allem um die Besetzung des Ersten und Zweiten. „Ohne einen Dritten Kommandant wird es schwierig, einen Ersten zu finden“, erklärte er.

Es gibt Zoff um einen dritten Kommandanten

Nach Ansicht von Willi Niedermeier hätte sich die Wehr diesem Problem vor der Anschaffung der zwei Fahrzeuge stellen müssen. Das sei wahrlich „unglücklich“ gelaufen, erklärte der Gemeinderat, der sich gewünscht hätte, dass erst die Mannschaft aufgestellt und dann die Fahrzeuge angeschafft worden wären. Wenig Verständnis brachte der Rat für die Idee auf, die Aufgaben auf drei Kommandanten-Schultern zu splitten – auch wenn Franziskus Heinrich mehrfach versuchte zu erklären, dass sich die Beschaffungsgruppe durchaus etwas dabei gedacht habe, die Position eines Dritten Kommandanten zu beantragen.

Nur kurz war die Aufwandsentschädigung ein Thema, die einem Kommandanten laut Feuerwehrgesetz zustehe, wie Langenegger erklärte. Birgit Zierer schlug vor, diese auf drei Personen zu splitten. Weichselbaumer hätte sich gewünscht, das Thema im Feuerwehrgespräch mit dem Bürgermeister im Vorfeld geklärt zu haben.

Daraufhin schaltete sich Bürgermeister Dietrich Binder in die Diskussion ein, die – wie Markus Ehm einwarf – durchaus „emotional“ zu werden schien. Binder: „Es wäre klüger, das Thema zu vertagen und ein Feuerwehrgespräch anzusetzen.“ Auch mit Blick auf den vollgepackten vorweihnachtlichen Kalender gab sich der Rathauschef optimistisch, einen Gesprächstermin zu finden – bevor sich die Fronten erneut verhärten. „Lieber führe ich zwei Gespräche als eines zu wenig“, erklärte Binder mit Verweis auf die unausgesprochene Spannung, die zwischen der „oberen“ Ortswehr (der in Schönleiten-Willprechtszell) und der „unteren“ Wehr (der künftigen Feuerwehr Alsmoos-Petersdorf) aufgrund der unterschiedlichen Ausstattung mitschwinge.

Lamminger betonte, dass diese Spannung nicht aus den Reihen der Feuerwehr stamme, sondern es immer „einzelne Leute“ gebe, die hier aufwiegeln würden. Nicht zuletzt deswegen sei es die Aufgabe des Gemeinderats „sauber auszutarieren“. Lamminger: „Wir wollen zwei Feuerwehren im Gemeindegebiet, die gut zusammenarbeiten können.“ Ob die künftige Truppe von Alsmoos-Petersdorf im Januar drei Kommandanten wählen kann oder nur zwei, wird in der nächsten Gemeinderatssitzung entschieden werden müssen. Sonst fällt die Entscheidung zu spät, um eine Kommandantenwahl anzuberaumen.

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