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Frauenfußball

12.09.2019

Es gibt noch viele Fragezeichen vor dem Saisonstart

Sechs Wochen lang bereiteten die Fußballerinnen des TSV Sielenbach auf die kommende Saison vor. Am heutigen Freitag empfängt das Team aus dem Landkreisnorden den TSV Baiershofen in der Bezirksliga Nord.
Bild: Sebastian Richly

Bei den heimischen Kickerinnen gibt es einige Veränderungen. In Sielenbach ist der Trainerposten noch unbesetzt. Was Petersdorf nach dem Abstieg plant.

Während die Männer bereits seit einigen Wochen im Punktspielbetrieb sind, geht es für die heimischen Fußballerinnen erst an diesem Wochenende los. Die Voraussetzungen bei den Mannschaften aus dem Landkreisnorden sind vor dem Start sehr unterschiedlich. Vor allem beim Bezirksligisten Sielenbach gibt es vor dem ersten Spiel am Freitag gegen Baiershofen (19.30 Uhr) eine große Baustelle.

Sielenbacher Fußballerinnen suchen einen Trainer

TSV Sielenbach Das ist der Trainerposten, denn die Sielenbacherinnen stehen für die kommenden Wochen ohne Coach da. Am Freitag wird zwar noch Benedikt Huber die Kommandos geben, doch der Bezirksligaspieler vom VfL Ecknach wird sich danach zurückziehen. Huber: „Ich habe einfach nicht die Zeit. Es macht mir sehr viel Spaß, aber dann hätte ich gar keine Zeit mehr für meine Freundin“, so der 28-Jährige, der in den vergangenen sechs Wochen die Sielenbacherinnen zusammen mit Michael Berndl auf die Saison vorbereitet hat: „Ich wusste, dass die Mädels einen neuen Trainer suchen, und habe mich dann für den absoluten Notfall angeboten. Ich habe dann auch für die sechs Wochen zugesagt, weil ich mit einigen Spielerinnen befreundet bin.“ Im Sommer hatten die bisherigen Trainer Stefan Auggenthaler und Benedikt Lechner aufgehört, seitdem sind die TSV-Fußballerinnen auf Trainersuche. Unzählige Anrufe haben die Kapitäninnen Stefanie Glas und Joana Müller geführt, eine feste Zusage steht aber nach wie vor aus. Glas: „Eigentlich wäre es mit ihm perfekt, er hat in der Vorbereitung einen guten Job gemacht. Aber wir wussten ja, dass es zeitlich begrenzt ist“, so die 28-Jährige. Trotz der vakanten Trainerposition sei die Stimmung im Team aber bestens, bericht Spielmacherin Joana Müller: „Wir sind im Schnitt 20 Spielerinnen im Training. Alle geben Gas und wollen sich verbessern.“ Die Ziele sind in Sielenbach hoch, auch ohne Trainer, wie Stefanie Glas bestätigt: „Vorne mitspielen und unter die ersten drei kommen.“ Mithelfen sollen dabei die reaktivierte Carina Schneider sowie die Neuzugänge Anna Edelmann (TSV Schwaben Augsburg II), Anna Birkner (Aufkirchen) und Anna-Lena Moritz (Scheyern). „Wir haben jetzt noch mehr Qualität als im Vorjahr“, so Glas, die ihrem Interimscoach ein Abschiedsgeschenk machen will: „Da es gegen Baiershofen sein einziges Punktspiel ist, wollen wir wenn möglich auch mal ein Auftaktspiel gewinnen.“ Das gelang den Sielenbacherinnen zuletzt in der Saison 2015/2016. Wie es nach einem möglichen Auftaktsieg weitergeht? Glas: „Wir hoffen noch, jemanden zu finden, ansonsten müssen wir bis zur Winterpause improvisieren.“ Zumindest für das ein oder andere Training würde Huber im Notfall parat stehen.

Petersdorfer Fußballerinnen haben einen Trainer gefunden

SG Petersdorf/Hollenbach Als Trainer aufgehört hat nach mehr als 20 Jahren im Amt auch Josef Langenegger beim Kreisligaabsteiger: „Ich habe aufgrund der beruflichen Belastung eine Auszeit gebraucht und jetzt war die Chance da.“ Mit Chance meint der langjährige Coach Johann Michl, mit dem er zusammen schon im Vorjahr das Trainerduo bei der SG Petersdorf/Hollenbach bildete. Der 56-jährige gibt seit dieser Saison also allein die Kommandos, wobei auch Langenegger nicht aus der Welt ist: „Ich kümmere mich um die organisatorischen Dinge, bin also ein Art Teammanager. Mit dem Sportlichen habe ich aber nichts mehr am Hut.“ Um das kümmert sich nun Michl, der als langjähriger Abteilungsleiter des FC Gundelsdorf viel Sachverstand mitbringt und beim FCG auch schon die Erste Mannschaft trainiert hat. Das Ziel ist klar: „Am besten wollen wir direkt wieder aufsteigen. In der Kreisklasse sind sehr wenige Teams dabei, sodass wir nur sechs Spiele pro Runde haben. Das wird unserem Trainingsaufwand nicht gerecht.“ Deshalb soll es schnellstmöglich wieder in die Kreisliga gehen. Die Chancen stehen gut, denn der Kader hat sich durch fünf Spielerinnen aus der Jugend nicht nur verbreitert: „Die können auch richtig gut kicken“, verrät Michl, für dessen Mannschaft es aber erst eine Woche später losgeht.

Fußballerinnen von Sandizell-Echsheim brauchen Verstärkung

SG Sandizell/Echsheim Der Trainer ist bei der SG nicht das Problem. Vielmehr muss Coach Sven Rechenauer in dieser Spielzeit mit einem kleineren Kader auskommen. Denn mit Martina Hergeth und Daniela Meyr sind zwei Stammspielerinnen aufgrund ihrer Schwangerschaften nicht mehr dabei. „Das ist kaum zu ersetzen. Das müssen wir im Kollektiv schaffen. Wir haben junge Spielerinnen, denen es aber noch an Erfahrung fehlt.“ Hinzu kommt eine schwere Knieverletzung bei Antonia Eckstein: „Wir kommen auf dem Zahnfleisch daher, umso zufriedener bin ich mit der Trainingsbeteiligung. Die Mädels haben wirklich alles gegeben, obwohl ich die Intensität nochmals erhöht habe“, so der 30-Jährige. Neu dabei ist Julia Krabler (Grasheim). Dennoch stapelt Rechenauer bei der Zielsetzung etwas tiefer: „Es wird eine schwierige Saison, aber wir wollen trotzdem immer punkten.“ Bis es für die SG los geht, dauert es allerdings noch bis zum 28. September.

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