Newsticker

Söder fordert bundesweit einheitliche Regeln für regionale Corona-Gegenmaßnahmen
  1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. Europa kauft in Augsburg und im Umland groß ein

01.07.2010

Europa kauft in Augsburg und im Umland groß ein

Region Deutlich sonniger sind Stimmung und Lage bei Industrie und Handel in der Region. Das ist das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage der schwäbischen Industrie-und Handelskammer. IHK-Chefvolkswirt Peter Lintner: "Die Stimmung ist besser geworden." Hätten bei der Umfrage vor einem halben Jahr Unternehmen den ersten Anzeichen von wirtschaftlicher Erholung noch nicht getraut, mache sich jetzt Zuversicht breit. Lintner: "Der wackelige Wachstumspfad ist solide geworden."

Vor allem der traditionell exportorientierten Industrie geht es laut IHK wieder besser. Allerdings schätzen die Betriebe in Augsburg ihre Lage eine wenig schlechter ein als die Firmen im Umland. Grundsätzlich aber "verbessert sich das Investitionsklima", sagt Lintner. Manche Firmen hätten sogar leere Lager und Lieferengpässe.

Die Lage in Stadt und Land:

Augsburg Die moderate Belebung in der schwäbischen Wirtschaft hat auch bei den Unternehmen der Stadt Augsburg Einzug gehalten. Knapp mehr als die Hälfte der Unternehmen in Augsburg verzeichnet aktuell eine zufriedenstellende Geschäftslage. Dieser Anteil hat sich im Vergleich zur Umfrage zu Jahresbeginn abermals erhöht. "Diese Stabilisierung stützt sich vorrangig auf die aktuelle Kapazitätsauslastung der Betriebe, mit welcher nahezu zwei Drittel der Unternehmen zufrieden sind", berichtet Ernst Holme, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung in der Stadt.

Europa kauft in Augsburg und im Umland groß ein

Die konjunkturelle Erholung kam in der Industrie stärker zur Geltung als im Handel. Bei den Industriebetrieben sind aktuell 65 Prozent aller Unternehmen zufrieden, weitere 15 Prozent bezeichnen sie als gut. Die Unternehmen profitieren maßgeblich von einer größer werdenden Nachfrage aus den übrigen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Der Augsburger Handel hat immer noch mit einer Zurückhaltung beim Konsum zu kämpfen, aktuell sind nur 14 Prozent der Händler mit der Geschäftslage zufrieden, 43 Prozent bezeichnen sie gar als schlecht.

Während insgesamt 44 Prozent in höherem oder zumindest gleich bleibendem Maße investieren wollen, müssen 46 Prozent kürzertreten. Die überwiegende Mehrheit von nahezu 70 Prozent sieht keine Stellenstreichungen in den kommenden Monaten vor.

Landkreis Augsburg Aktuell berichtet genau ein Viertel der Betriebe von einer guten Geschäftslage, nahezu 60 Prozent sind zumindest zufrieden. "Die Stimmung hat sich spürbar aufgehellt", berichtet Ulrich Humbaur, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Augsburg-Land. Allgemein positiv ist die Ertragslage: Fast jeder fünfte Chef sieht Verbesserungen im Vergleich zum Beginn des Jahres 2010.

Die Geschäftslage hat sich aufseiten der Industrie im Landkreis Augsburg dynamischer entwickelt als im Handel. Bei den Industriebetrieben hat nahezu jedes dritte Unternehmen höhere Auftragsvolumina zu verzeichnen, die gestiegene Nachfrage aus benachbarten Staaten der Europäischen Union hat diese Entwicklung maßgeblich begünstigt. Im Handel bezeichnen aktuell nur wenige Unternehmen ihre Geschäftslage als gut, die Mehrheit von 80 Prozent ist mit der aktuellen Geschäftslage zufrieden. Ein Sorgenkind bleibt die im Augsburger Land stark vertretene Baubranche. In der Gesamtschau über alle Branchen hinweg zeigt sich bei den Unternehmern im Landkreis Augsburg eine optimistische Sichtweise für die kommenden Monate. 43 Prozent der Betriebe erwarten in naher Zukunft noch bessere Geschäfte. Für den Arbeitsmarkt erwarte die IHK aber keine Impulse.

Landkreis Aichach-Friedberg "Vor dem Hintergrund der enormen Einbrüche im letzten Jahr ist die aktuelle Situation der Unternehmen deutlich positiver", berichtet Herbert Scheel, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Aichach-Friedberg, "in Euphorie zu verfallen wäre aber falsch und ginge an der Realität in den meisten Betrieben auch weit vorbei." Über die Hälfte der Unternehmen aus Industrie und Handel ist mit der aktuellen Geschäftslage zufrieden, dieser Anteil hat sich im Vergleich zu den Werten des Vorjahres stark erhöht. Problematisch ist die Situation hingegen bei der aktuellen Ertragslage der Unternehmen im Kreis Aichach-Friedberg, denn diese hat sich bei knapp 40 Prozent der Betriebe im Verlauf der letzten sechs Monate verschlechtert.

Umsätze legten bei 38 Prozent der Befragten zu

Die guten Einschätzungen bezüglich der aktuellen Geschäftslage entstammen nahezu ausschließlich der Industrie, der Handel berichtet mehrheitlich von zufriedenstellenden Ergebnissen. Hingegen haben sich die Umsätze bei 38 Prozent der Händler positiv entwickelt.

Die Einschätzungen der Unternehmen im Landkreis Aichach-Friedberg für die kommenden Monate sind überwiegend positiv. Für die nahe Zukunft kann eine rege Investitionstätigkeit prognostiziert werden.

Etwa 44 Prozent der Betriebe werden die Höhe ihres Investitionsvolumens nicht verändern, weitere 22 Prozent werden es erhöhen. Weit über 80 Prozent der Betriebe im Landkreis Aichach-Friedberg werden die Zahl ihrer Beschäftigten konstant halten.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren