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Unwetter

19.05.2015

Experte glaubt: Es waren zwei Tornados

Der Tornado in Affing könnte schneller gewesen sein, als ursprünglich angenommen.
Bild: Evelin Grauer

Ein Forscher glaubt, dass zwei Tornados vergangenen Mittwoch über den Raum Augsburg hinweggefegt sind. Der Tornado über Affing könnte dabei schneller gewesen sein, als angenommen.

Der Tornado über Affing war möglicherweise schneller als ursprünglich angenommen. Björn Stumpf, der ein privates, spendenfinanziertes Projekt zur Erfassung von Tornados ins Leben gerufen hat und sich seit zehn Jahren intensiv mit Tornados befasst, geht nach derzeitigen Erkenntnissen von einer Windgeschwindigkeit von 255 bis 294 Stundenkilometern aus.

Dieser Tornado komme alle drei bis fünf Jahre vor

Der 43-Jährige aus Fulda fertigt nach eigenen Angaben als freier Sachverständiger auch Gutachten für Versicherungen an. Er war von Mittwochabend bis in die Nacht auf Montag vor Ort, um sich die Schäden anzusehen. Dabei ermittelte er unter anderem, wie weit der Tornado lose Teile davongeweht hatte oder welche Bäume in welche Richtung umfielen. Das helfe, die Stärke des Tornados einzuordnen, so Stumpf.

Aus seiner Sicht handelte es sich bei dem Sturm in Affing um einen starken Tornado, wie er alle drei bis fünf Jahre in Deutschland vorkomme. Der Sturm im Raum Aichach sei ein zweiter Tornado mittlerer Stärke gewesen, der sich aber aus derselben Gewitterzelle entwickelt habe. Er habe 220 bis 254 Stundenkilometer gehabt.

Ein Unwetter hat in der Region im Mai 2015 eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Durch einen Tornado wurden Dächer abgedeckt und Menschen verletzt. Vor allem die Orte Affing und Stettenhofen wurden schwer getroffen.
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Tornado richtet schwere Verwüstungen in der Region an
Bild: Marcus Merk, Hilfsorganisation ACO e.V., Ibrahim Yilmaz, Katja Röderer, Christoph Bruder, Erich Echter, Karl-Josef Hildenbrand dpa
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