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Altomünster-Pipinsried

31.01.2020

FC Pipinsried: Trainer Hürzeler geht - Sportlicher Leiter kommt

Fußball Bayernliga: FC Pipinsried gelbe Trikots - TSV Dachau: Fabian Hürzeler
Bild: Reinhold Rummel

Plus Auch Fabian Hürzeler hört beim FC Pipinsried im Sommer auf. Am Sonntag will die Geschäftsführung einen neuen Sportlichen Leiter präsentieren.

Es hatte sich in den vergangenen Wochen bereits angedeutet, nun steht fest: Auch Trainer Fabian Hürzeler wird im Sommer den FC Pipinsried verlassen. Zuvor hatten bereits der Sportliche Leiter Roman Plesche und Trainerkollege Muriz Salemovic angekündigt, zum Saisonende beim Dorfklub aufzuhören. Der Verein aus dem Dachauer Hinterland verliert nach Plesche den zweiten großen Erfolgsgaranten der vergangenen Jahre. Gemeinsam hatten die beiden Freunde 2016 beim FCP angeheuert und den Dorfklub bis in die Regionalliga geführt. Auf dem besten Weg dorthin zurück ist Pipinsried aktuell wieder. In Bayern höchster Spielklasse muss der FCP dann aber ohne ihren Chefcoach auskommen. Dabei fiel Hürzeler die Entscheidung nicht leicht.

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Bild: Sebastian Richly

„Dieser Schritt ist mir sehr schwergefallen. Ich hatte in Pipinsried vier tolle Jahre mit Höhen und Tiefen. Der Abschied wird schmerzen, aber ich denke, es ist das richtige für alle Beteiligten,“ erklärte Hürzeler am Freitagmittag im Telefongespräche mit den Aichacher Nachrichten. Als Hauptgrund nennt der 26-Jährige die personellen Veränderungen der vergangenen Wochen: „Nach den Abgängen von Muri (Muriz Salemovic) und Roman (Plesche) habe ich für mich entschieden, etwas Neues zu machen. Es ist für alle, auch für den Verein am besten, jetzt einen Neustart zu machen.“

FC Pipinsried: Wie geht es weiter nach Abgang von Fabian Hürzeler

Nach dem Angang Plesches, den er als einen der ersten über seine Entscheidung informiert hatte, war sogar über eine Doppelrolle Hürzelers als Sportlicher Leiter und Trainer spekuliert worden: „Ich habe viele Kontakte und hätte mir das auch vorstellen können, aber jetzt ist es anders gekommen.“ Viele Gespräche führte Hürzeler mit den Verantwortlichen des Vereins in den vergangenen Wochen, doch irgendwie konnten sich die Parteien nicht einigen: „Ich mache niemandem einen Vorwurf. Ich habe für entschieden, eine neue Herausforderung zu suchen. Vier Jahre sind eine lange Zeit“, so Hürzeler, der wie sein langjähriger Kumpel Plesche in München wohnt.

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Gerne weitergemacht mit Hürzeler hätte Ulrich Bergmann, Geschäftsführer der Fußball GmbH beim FC Pipinsried. „Wir hätten sehr gerne mit Fabi weitergemacht. Die Doppelrolle hätte sicher gut zu ihm gepasst.“ Der 62-Jährige akzeptiert die Entscheidung, die Art und weise passt ihm aber nicht: „Wir wollten uns am Sonntag eigentlich nochmals treffen. Per WhatsApp hat er mich am Freitag informiert. Das hätte ich gerne anders kommuniziert. Darüber müssen wir noch sprechen, den so geht es nicht“, so Bergmann, der aber hinzufügt: „Nach der Entscheidung von Muriz Salemovic, hat sich das angedeutet.“ Angst, dass jetzt die Mannschaft auseinanderbrechen könnte, hat der Graftrather (Kreis Fürstenfeldbruck) indes nicht: „Es ist jetzt kein Schock für uns und ich habe auch keine Angst, aber es macht die Sache nicht einfacher. Natürlich gibt es Spieler, die an Fabi hängen, aber ich sehe es vielmehr als eine Herausforderung.“

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Bild: Sebastian Richly

Neuer Sportlicher Leiter bei Pipinsried im Anflug

Dafür kann der Geschäftsführer nun die Planungen für die kommende Saison vorantreiben. Am Sonntag will Bergmann einen neuen Sportlichen Leiter präsentieren: „Wir sind sehr weit in den Gesprächen.“ Gehandelt wir Tarik Sarisakal, der aktuell den Münchner Bezirksligisten FC Schwabing trainiert. „Tarik ist ein Kandidat, mehr möchte ich aber nicht sagen“, so Bergmann, der bis Ende Februar auch den neuen Trainer präsentieren möchte: „Wir führen nächste Woche Gesprächen. Wir haben mehrere Optionen.“ Eine davon ist Ex-Bundesligaspieler Sascha Mölders. Der 34-Jährige hatte bereits seinen Abschied beim TSV 1860 München zum Saisonende angekündigt. Mölders, der in Mering wohnt, traf sich bereits vor Weihnachten zu Gesprächen mit dem FC Pipinsried (wir berichteten).

Derweil beschäftigt Noch-Trainer Hürzeler ein anderes Thema. Die Vorbereitung auf die Rückserie startet am Freitag, 7. Februar, für den FC Pipinsried. Der 26-Jährige will sich mit der Meisterschaft aus Pipinsried verabschieden. „Ich habe immer Vollgas gegeben und werde das bis zum Schluss machen.“

Pipinsried: Fabian Hürzeler bedankt sich bei Conny Höß

Wie es für den Deutsch-Amerikaner, in Houston (Texas) geboren, im Sommer weitergeht, steht noch nicht fest. „Das lasse ich auf mich zukommen. Angebote gibt es noch keine.“ Klar ist allerdings, das Hürzeler sich rein auf die Trainertätigkeit beschränken wird: „Ich mache keinen Spielertrainer mehr, das ist klar.“ In jedem Fall möchte er aber den Übungsleiterschein machen, wenn er zugelassen wird.

Nach Roman Plesche und Muriz Salemovic hört auch Cheftrainer Fabian Hürzeler beim FC Pipinsried zum Saisonende auf.
Bild: Wolfgang Zink

Wenn er ans Saisonende denkt, wird der 26-Jährige etwas wehmütig: „Eigentlich echt schade, denn mit der Truppe hätten wir in der Regionalliga für Furore sorgen können, da hätten sich einige umgeschaut.“ Noch lieber blickt Hürzeler aber auf die Anfangszeit in Pipinsried zurück: „Ich muss mich in erster Linie bei Conny Höß bedanken. Er hat mit die Chance gegeben und auch nach dem schwachen Saisonstart zu mir gehalten. Wir haben wirklich tolle Erfolge gefeiert.“

Lesen Sie dazu auch den Kommentar von Sebastian Richly: FC Pipinsried muss erst die Gretchenfrage beantworten

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