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12.09.2018

Fahrräder vom Bauernhof in Mering

Filialleiter Albert Klaßmüller sorgt seit vielen Jahren in Steindorf für die kompetente Beratung rund ums Fahrrad.
Bild: Sabine Roth

Vor 40 Jahren hatte Firmengründer Klaus Böttner eine zündende Idee. Inzwischen gibt es 26 Filialen in ganz Deutschland. Was sein Erfolgsrezept ist.

Vor 40 Jahren, am 1. April 1978, wagte Klaus Böttner den Sprung in die Selbstständigkeit. Sein erstes Fahrrad-Fachgeschäft lag zwar in der Paul-Heyse-Straße in München, doch die eigentliche Keimzelle des Radlbauers ist in Steindorf bei Mering. Dort starteten Böttner und seine Frau auf dem familieneigenen Hof ein Jahr später den ersten Abverkauf: Hunderte Fahrräder wechselten innerhalb weniger Stunden den Besitzer. Der ehemalige Kuhstall diente als Lager und Verkaufsraum.

Beworben hatte Böttner seine Aktion mit dem Slogan „Fahrräder vom Bauernhof“. Und das schlug ein wie eine Rakete. „Unmengen an Interessenten kamen zu uns. Um 10 Uhr waren die meisten der insgesamt 300 Fahrräder schon verkauft“, so der Firmengründer. Viele Kunden kamen bis aus München nach Steindorf. Mit einem Lastwagen wurde nachgeliefert, und die meisten Leute kauften Räder, ohne sie vorher gesehen zu haben. In kürzester Zeit waren auch sie vergriffen. Die Aktion „Fahrräder vom Bauernhof“ im Jahr 1979 wurde bundesweit bestaunt. „Egal ob ein Damen- oder Herrenrad“, es wurde einfach bezahlt, erinnert sich Böttner.

Der Name Radlbauer war geboren. Bereits ein Jahr später eröffnete er die zweite Filiale in einem ehemaligen Milchwerk in Holzkirchen bei München. Inzwischen gibt es den Radlbauer in ganz Deutschland. Im Juli wurde in Ulm die 26. Filiale eröffnet – bereits die sechste Neueröffnung in diesem Jahr. Seit März 2012 kann man sich auch im Augsburger Fabrikschloss auf über 4000 Quadratmetern unter Tausenden an Markenrädern das passende heraussuchen. Alle sind fertig montiert und sofort fahrbereit: eine logistische Meisterleistung, die bei den Kunden gut ankommt. Alle Räder können auf den großen Indoor-Teststrecken Probe gefahren werden. „Am meisten los ist in der Hauptsaison am Samstag, hier wird Einkaufen zum Erlebnis“, so Filialleiter Thomas Kleiber.

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„E-Bikes sind im Vormarsch“

Auch auf dem ehemaligen Bauernhof in Steindorf werden nach wie vor Markenräder verkauft. Bis zu zehn Mitarbeiter sorgen für die kompetente Beratung und den Service rund ums Rad – unabhängig von der Art des Fahrrads, dem Alter und der Marke. Geöffnet ist das ganze Jahr über, aber nach wie vor nur jeden Samstag zwischen 10 und 16 Uhr. Die Kunden wissen das.

Inzwischen wurde die Fläche vergrößert und auf insgesamt 3000 Quadratmetern sind dort das Lager und der Laden untergebracht. Bis auf Bekleidung findet man in Steindorf auch das komplette Zubehör. Zwischen 4000 und 5000 Markenräder sind in der Regel lagerhaltig. „Wenn das Lager ganz voll ist, stehen hier sogar auch mal 10000 Räder“, sagt Filialleiter Albert Klaßmüller. Der 55-Jährige ist ein Mann der ersten Stunde in Steindorf und weiß auch, was heute im Trend liegt. „E-Bikes sind auf dem Vormarsch. Inzwischen werden sie auch viel von jungen Leuten gekauft“, so Klaßmüller, der selbst sehr gerne mit dem Elektrofahrrad unterwegs ist. „Das macht riesig Spaß!“

Das Erfolgsrezept vom Radlbauer klingt einfach: größte Auswahl auf größter Fläche und absolute, sofortige Verfügbarkeit. Gewürdigt wurde es vor zehn Jahren durch die Verleihung des Bayerischen Qualitätspreises. Seit 2003 führt der älteste Sohn Thomas Böttner das Unternehmen zusammen mit drei weiteren Gesellschaftern unter den Markennamen Radlbauer und Lucky Bike und ist damit bundesweit an der Spitze der Fahrradbranche. Sie setzen bereits auf das Multi-Channel-Konzept, das heißt, man kann sich sein passendes Rad online aussuchen und nach Hause oder an die nächste Filiale liefern lassen.

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