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Einwohnerzahlen

25.10.2017

Fast alle Gemeinden im Wittelsbacher Land wachsen, manche sehr

Der Landkreis wächst, vor allem durch Zuzüge, aber auch weil mehr Kinder zur Welt kommen. (Symbolbild)
Bild: Alexander Kaya

Im Landkreis Aichach-Friedberg leben über 5000 Menschen mehr als vor 15 Jahren. Einige Gemeinden abseits der Verkehrsachsen schrumpfen

Das Wittelsbacher Land wächst und gedeiht – zumindest, wenn man auf die Entwicklung der Bevölkerungszahlen blickt. Die steigen seit Jahren kontinuierlich. Seit 2002 sind es über 5000 Menschen mehr geworden – insgesamt jetzt über 131000. Die Entwicklung fällt höchst unterschiedlich aus: Während die einen Kommunen zum Teil kräftig wachsen, schrumpfen die anderen leicht.

Das geht aus den kürzlich veröffentlichten Einwohnerzahlen des Landesamts für Statistik (Stand: Juni 2016) hervor. Vor allem Gemeinden an Autobahn, B300 und an der Bahnlinie Augsburg-München profitieren von ihrer guten Verkehrsinfrastruktur. Das größte prozentuale Wachstum im nördlichen Kreis weist die Ecknachtal-Gemeinde Sielenbach mit 11,6 Prozent Wachstum in knapp 15 Jahren auf. Die Analyse: Je näher eine Kommune zum Magneten München liegt, umso höher das Wachstum. In Adelzhausen sind es 10,7 Prozent. Auch Schiltberg, am östlichen Rand des Kreises gelegen und im Vergleich verkehrsmäßig nicht so gut angebunden, liegt noch über der Zehn-Prozent-Marke. Andere Gemeinden leiden unter den Folgen des demografischen Wandels. Den größten prozentualen Bevölkerungsschwund seit 2002 muss laut Statistik Petersdorf verkraften – ein Minus von 40 Bürgern oder knapp zwei Prozent. In Todtenweis hat sich die Lage nach der aktuellen Erhebung zuletzt wieder stabilisiert – das Minus liegt bei 0,4 Prozent im Vergleich zur Jahrtausendwende. Häufig geben die Kommunen selbst übrigens höhere Einwohnerzahlen an als das Landesamt. Begründung der Statistiker: Bei den Gemeinden würden oft Nebenwohnsitze mit eingerechnet. Es gebe dort viele Karteileichen.

Hollenbach verzeichnete lange ein Negativwachstum, mittlerweile hat die Krebsbach-Gemeinde aber wieder zugelegt und frühere Verluste wieder ausgeglichen. In vier Jahren sind es 80 Einwohner mehr geworden. Neue Baugebiete könnten für weitere Zuzüge sorgen und Eltern winkt dort ein Begrüßungsgeld für Babys. Dass Inchenhofen so hohe Sprünge in der Statistik aufweist, liegt übrigens daran, dass seit 2012 Saisonarbeiter erfasst werden.

Kreis

Dezember 2002

Juni 2007

Juni 2012

Juni 2016

% seit 2002

Adelzhausen

1506

1589

1625

1667

+10,7

Affing

5110

5234

5314

5388

+5,4

Aichach

20592

20 820

20 971

21102

+2,5

Aindling

4324

4337

4361

4357

+0,8

Baar

1171

1160

1143

1172

+/- 0

Dasing

5232

5344

5397

5598

+7,0

Eurasburg

1599

1662

1667

1663

+4,0

Friedberg

29338

29 222

28 958

29445

+0,4

Hollenbach

2382

2362

2295

2376

-0,3

Inchenhofen

2374

2476

3173

2568

+8,2

Kissing

10827

11 255

11 334

11230

+3,7

Kühbach

3933

3999

4057

4236

+7,7

Mering

12222

12 858

13 656

14232

+16,4

Obergriesbach

1947

2010

1979

1973

+1,3

Petersdorf

1707

1683

1660

1676

-1,8

Pöttmes

6246

6375

6331

6604

+5,7

Rehling

2371

2430

2464

2504

+5,6

Schiltberg

1766

1818

1886

1945

+10,1

Sielenbach

1487

1532

1572

1659

+11,6

Todtenweis

1364

1426

1362

1359

-0,4

Landkreis

125534

127720

129309

131144

+4,5

Hier geht‘s zur Internetseite des Bayerischen Landesamts für Statistik.

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