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Musik

30.01.2015

Fast zwei Jahrzehnte Adrenalin

Mächtig zur Sache ging es beim Videodreh in dem kleinen Waldstück zwischen Pöttmes und Inchenhofen für den Film „Prinz Blechleber und der Fluch der Ahnen“.
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Mächtig zur Sache ging es beim Videodreh in dem kleinen Waldstück zwischen Pöttmes und Inchenhofen für den Film „Prinz Blechleber und der Fluch der Ahnen“.

Aichacher Band wird 20 und will eine neue CD herausbringen. Schon in diesem Frühjahr ist die Gruppe in einem Kinofilm zu sehen

Wer im Wittelsbacher Land gerne deutsche Rockmusik hört, dem ist die Aichacher Band Adrenalin seit vielen Jahren ein Begriff. Nächstes Jahr am 6. Januar feiert sie ihr 20-jähriges Bestehen.

Am Anfang stand eine für die damalige Zeit ungewöhnliche Idee. Andy Matthes, Harald Birkmeir und Jürgen Burkhard spielten vor Adrenalin bei der Band Flashback in Aichach. Wolfgang Prokoph, heutiger Bassist der Band, erinnert sich: „Da Andys Englisch nicht so gut war, wollte man was auf Deutsch machen.“ Mit Schlagzeuger Harald Widmann und Bassist Benjamin Stadlmaier gründeten sie die Band Adrenalin. Mit deutschen Songs wollten sie bekannt werden – in einer Zeit, in der es im Umkreis kaum Bands mit deutschen Songs gab.

Zwei Jahre nach der Gründung nahmen sie ihr erstes Album „Es ist so weit“ auf. Danach bekam die Band immer mehr Fans. Im Jahr 2000 erreichte sie sogar Platz 2 beim „Band des Jahres“-Wettbewerb. Ein Jahr darauf begannen die Aufnahmen für das zweite Album „Das kann nicht alles sein“. Die CD war multimedial. Prokoph berichtet: „Die CD enthielt eine interaktive Bandinfo, durch die sich der Hörer durchklicken konnte. Er konnte zum Beispiel Fotos oder Videos öffnen, zur damaligen Zeit schon sehr modern.“

Fantasykomödie als Kinoerfolg

2008 ersetzte Ronny Schuster aus Pöttmes den Schlagzeuger Harald Widmann. Wolfgang Prokoph selbst, 37, kam als neuer Bassist im Herbst 2011 zur Band, als Nachfolger für Benjamin Stadlmeier. Eigentlich ist er mehr ein Gitarrist, aber nun spielt er den Bass. Neben ihm sowie Sänger und Bandleader Andy Matthes, 39, spielen heute außerdem Jürgen Burkhard, 37, als Gitarrist, Harald Birkmeier, 36, als Keyboarder und Ronny Schuster, 33, als Schlagzeuger in der Band.

Nicht nur im Umkreis machten sich die Männer einen Namen: Auch im Bautzener „Rockcity“ und beim Frankfurter „Opendoors-Festival“ spielten sie als Vorband der Banana Fishbones. Im vergangenen Jahr machten die Bandmitglieder nicht nur mit ihrer Musik auf sich aufmerksam. Sie traten auch in einem Musikvideo zur Fantasykomödie „Prinz Blechleber und der Fluch der Ahnen“ auf, die Willi Wenger aus dem Schiltberger Ortsteil Allenberg und sein Team dort drehten (wir berichteten). Der Film soll in diesem Frühjahr im Aichacher Kino erscheinen. Der erste Teil war 2011 ein Erfolg in regionalen Kinos. Während der Dreharbeiten tummelten sich Helden in Strumpfhosen, ritterliche Männer, Zombies und Dämonen im Wald zwischen Pöttmes und Inchenhofen. Die Band hatte über das Internet-Netzwerk Facebook Statisten dazu aufgerufen, beim Dreh dabei zu sein.

Nach dem Song „Mach’ mal lauter“ und dem WM-Song „Komm hau’ ihn rein (Schalalala)“ ist „Helden steht auf“ das mittlerweile dritte Musikvideo von Adrenalin. Sänger und Bandleader Andy Matthes führte neben Willi Wenger dabei Regie, wenn auch nicht ganz uneigennützig: „Das Lied dient für den Abspann zu ,Prinz Blechleber und der Fluch der Ahnen’, der dieses Jahr in ausgewählten bayerischen Kinos laufen wird.“

Auch für heuer hat die Gruppe Pläne, wie Wolfgang Prokoph berichtet: „Fertigstellung der neuen CD und auch des Musikvideos zu Helden steht an.“ Zudem ist ein neues Musikvideo zu einem weiteren Adrenalin-Song geplant. Diesen hält die Band aber noch geheim.

Prokoph weiß, den Erfolg der Band einzuordnen: „Trotz der Mega-Erfolge spielen wir heute aber lieber wieder in kleineren Klubs (...). Wir machen ehrliche, eigene Musik, zu der wir stehen. Und für die uns unsere Fans auch mögen.“

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