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Kühbach

12.08.2020

Fernwärme: In Kühbach ist ein Netzausbau geplant

Die Biogasanlage in Kühbach ging 2006 in Betrieb.
Bild: Helene Monzer (Archiv)

Plus Das bestehende Fernwärmenetz in Kühbach soll mit einer weiteren Hackschnitzelheizung ausgebaut werden. Doch alles hängt vom Interesse der Bürger ab.

In Kühbach steht der Ausbau des Fernwärmenetzes in Richtung Wöresbacher Straße zur Debatte. Die Energieversorgung des Schlossguts Kühbach plant den Ausbau des Netzes, das mit regenerativen Energien betrieben wird. Wie Baron Umberto von Beck-Peccoz mitteilt, ist der Bau einer weiteren Hackschnitzelanlage nahe der B300 geplant. Als erster Schritt soll nun das Interesse der Bürger ausgelotet werden.

2006 startet das Fernwärmenetz in Kühbach mit einer Biogasanlage

Das Fernwärmenetz im Markt startete 2006 mit einer Biogasanlage. In mehreren Ausbaustufen wurden seither die gesamten Liegenschaften des Schlossguts mit Schloss, Brauerei und Geschäftshaus am Marktplatz, zahlreichen Privatkunden, gewerblichen Betriebe, Pfarrhof und Pfarrheim sowie öffentlichen Einrichtungen wie Rathaus, Bauhof, Feuerwehr, Kindergarten und die neue Kindertagesstätte angeschlossen. Das Netz hat inzwischen eine Länge von über fünf Kilometern erreicht. Laut Mitteilung werden mit der Fernwärme aus nachwachsenden Rohstoffen knapp 800.000 Liter Heizöl pro Jahr ersetzt. Die Energie kommt nicht nur aus der Biogasanlage, sondern auch aus einer 2007 in der ehemaligen Mälzerei der Brauerei eingebauten Hackschnitzelanlage. Die Biogasanlage verfügt über eine Leistung von 2000, die Hackschnitzelanlage von 1000 Kilowatt.

Baron von Beck-Peccoz berichtet, dass es in den vergangenen Monaten immer wieder Anfragen aus der Bürgerschaft gegeben habe. Deshalb werde nun die Erweiterung des bestehenden Fernwärmenetzes geprüft. „Der neue Bauabschnitt soll nun, dem Wunsch der meisten Interessenten folgend, das Fernwärmenetz in Richtung Wöresbacher Straße erweitern“, teilt der Baron mit. Dadurch könne ab 2021 auch schrittweise das Wohngebiet an der Weinwiese erschlossen werden.

Energieversorgung: An der B300 ist eine neue Hackschnitzelanlage geplant

Dafür ist allerdings eine neue Energiequelle nötig. Denn die bestehenden Anlagen sind ausgelastet. Die Energieversorgung Kühbach fasst nun den Bau einer neuen Hackschnitzelanlage auf einem Grundstück der Gutsverwaltung in der Nähe der Bundesstraße ins Auge. Allerdings: „Das Projekt wird sich nur realisieren lassen, wenn genügend Interessenten sich hieran beteiligen wollen“, so der Baron. Als erster Stimmungstest ist ein Informationsabend Ende September im Peterhof geplant. Dabei soll bereits eine mögliche neue Trasse vorgestellt werden. Ergibt sich eine ausreichende Zahl an Bewerbern, werde die Energieversorgung unmittelbar danach in eine detaillierte Konzeptplanung einsteigen, so Beck-Peccoz. (jca)

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