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Aichach-Friedberg

09.04.2019

Feuerwehr: Wenn Helfer Hilfe brauchen

Christian Happach und Manfred Losinger übergeben Angela Hammerl die Bestellungsurkunde.
Bild: Christina Reiner

In Merching informieren sich Vertreter der 101 Wehren über Neuerungen. Angela Hammerl aus Pöttmes ist Beraterin für Psychosoziale Notfallversorgung.

Fast 290 Kommandanten und Vorstände der freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Aichach-Friedberg trafen sich am Wochenende zur Frühjahrsdienstversammlung in Merching. Kreisbrandrat Christian Happach freute sich über den großen Zuspruch. Die Dienstversammlung dient vor allem dazu, Informationen an die jeweiligen Feuerwehren im Landkreis weiterzugeben.

Der Friedberger Leiter der Polizeiinspektion Alexander Wagenpfeil und Vertreter des THW beteiligten sich an der Veranstaltung ebenfalls. Walch war es eine Ehre, dass die Versammlung in Merching stattfand. Er sprach für alle Bürgermeister der Gemeinden. Erich Nagl aus Dasing und Reinhard Gürtner aus Kissing begleiteten ihre Feuerwehren.

Stellvertretender Landrat Manfred Losinger zitierte den ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss: „Solange es Menschen gibt, die Hilfe leisten und freiwilligen Dienst am Nächsten tun, bleibt alles gut.“ Er habe sehr lange bei Einsätzen mit den Feuerwehren zusammengearbeitet und ist mit ihnen dadurch eng verbunden. Auch mit seiner Unterstützung können die Freiwilligen immer rechnen. Für den CSU-Landtagsabgeordneten Peter Tomaschko war die Dienstversammlung ein „Heimspiel“, da er keine 50 Meter entfernt wohne. Er berichtete, dass es in Bayern 324000 Feuerwehrdienste und davon 313000 Ehrenamtliche gibt.

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Mehr als 4000 Feuerwehrleute sind in Aichach-Friedberg aktiv

Über 4000 aktive Feuerwehrleute gibt es im Wittelsbacher Land, davon bereits 400 Frauen und dazu 1000 Jugendliche. Kreisbrandrat Christian Happach ist es ein Anliegen, dass die 101 Feuerwehren im Landkreis die beste Ausrüstung erhalten und der Schwerpunkt auf der eigenen Sicherheit liege. Außerdem investierten sie in die Feuerwehren in Aichach, Adelzhausen, Friedberg und Dasing, die an der A8 und der B300 liegen. Die Vorwarneinrichtung und Schulungen sollen ihnen dabei helfen.

Durch die Unterstützungen und die fachgerechten Ausbildungen konnten insgesamt 11483 Feuerwehrleute 128 Menschen im vergangenen Jahr retten.

Auch die Grünen-Landratsabgeordnete Christina Haubrich wohnt nur wenige Meter entfernt. Sie freute sich sehr, dass in Deutschland die freiwilligen Feuerwehren 30 Prozent ausmachen. Sie sprach einen besonderen Dank den Feuerwehren aus.

Weiterhin wurden Neuerungen des Führungskonzeptes der Feuerwehren und die im Januar in Kraft getretenen Förderrichtlinien vorgestellt. Christian Happach motivierte alle Feuerwehren, am Schwäbischen Feuerwehrtag, am 21. und 22. September, teilzunehmen.

Feuerwehr: Einsatzkräfte bekommen Unterstützung

Es werden wieder Schulungen angeboten und das Jahresprogramm wurde durch Happach vorgestellt. Klaus Hartwig erklärte die neuen Verfahrensweisen zur Anmeldung solcher Ausbildungen und neue Möglichkeiten.

Angela Hammerl erhielt von Christian Happach und Manfred Losinger die Bestellungsurkunde. Sie ist die Fachberaterin der Psychosozialen Notfallversorgung für Einsatzkräfte (PSNV-E). Dieses neue Nachsorgeteam kümmert sich um die Feuerwehren im Landkreis. Dazu gehören die Einsatzbesprechung zur Unterstützung des Fachberaters, Primärprävention, Einsatzbegleitung und Einzelgespräche. Angela Hammerl ist für die Leitung und zusätzlich für die Feuerwehr Pöttmes als „Peer“ zuständig. Ihr sei es wichtig, dass die Angehörigen Hilfe bekommen, wenn die Feuerwehrmitglieder sich anders verhalten nach einem Einsatz oder andere Probleme bekommen.

SPD-Landtagsabgeordnete Simone Strohmayr freute sich sehr darüber, dass mittlerweile viele Frauen bei den Feuerwehren tätig sind. Sie möchte weitere Anreize schaffen, um mehr neue Feuerwehraktive zu gewinnen. Außerdem möchte sie höhere Förderungen der Gerätehäuser erlangen.

Die Jugendarbeit bei den Feuerwehren kommt nicht zu kurz. Im Landkreis gibt es 70 Jugendfeuerwehren und 194 Neuaufnahmen im letzten Jahr. Mittlerweile gibt es auch Kinderfeuerwehren.

Lesen Sie dazu das Porträt über Angela Hammerl: So hilft eine Pöttmeserin nach schweren Unglücken

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