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Freizeit

15.06.2017

Fidget-Spinner erobert auch im Wittelsbacher Land die Kinderzimmer

Fidget-Spinner erobern auch im Wittelsbacher Land die Kinderzimmer. Die flachen Drehkreisel liegen derzeit bei deutschen Kindern im Trend und werden hunderttausendfach verkauft.
Bild: Boris Roessler/dpa

Spielwarengeschäfte und Schreibwarenhandlungen profitieren von dem Trendspielzeug. Buchhandlungen bieten sogar Bücher dazu an.

Immer öfter sind sogenannte Fidget-Spinner in Schulhöfen, Klassenzimmern und Kinderzimmern zu finden. Der Trend aus Amerika ist vor einigen Wochen auch in Deutschland angekommen.

Das sternförmige Spielzeug hat drei bis fünf Schenkel. In der Mitte befindet sich ein Kugellager. Dort hält der Benutzer den Kreisel mit zwei Fingern und bringt ihn mit der Hand zum Drehen. Der Fidget-Spinner setzt sich aus den beiden englischen Wörtern „fidget“ (Unruhe) und „to spin“ (drehen) zusammen. Laut Hersteller soll der Handkreisel von Nervosität ablenken.

Christian Krömer, Geschäftsführer des gleichnamigen Spielwarenladens in Aichach, sagt: „Zu Beginn kauften den Fidget-Spinner vor allem Acht- bis 14-Jährige.“ Innerhalb der vergangenen zehn Tage habe sich die Zielgruppe vergrößert. Laut ihm spielen nun sogar Erwachsene und Kinder unter acht Jahren damit.

Auch die Nachfrage nach den Variationen ändere sich. „In der Anfangszeit war es vielen egal, welches Modell sie bekommen“, erinnert sich der Geschäftsführer. Derzeit wolle jeder etwas Besonderes. Das Spielgerät gibt es aus Plastik oder Metall, mit hochwertigem oder günstigem Kugellager. Einige leuchten in der Nacht, andere sind mit Glitzer überzogen. Vor zwei Wochen kam ein Modell mit kleinen LED-Lichtern auf den Markt. Laut Krömer erreichten die Verkäufe in dieser Zeit den zweiten Gipfel. Je nach Ausstattung und Material liegt der Preis zwischen acht und 30 Euro.

Vor sechs Wochen hat Christian Krömer das erste Mal von dem Trend gehört, zwei Wochen darauf gab es den ersten großen Ansturm auf die Fidget-Spinner. Es drohten sogar Lieferengpässe. Die Spielwarenkette Krömer konnte diese aber durch die enge Zusammenarbeit mit Trendlieferanten verhindern. So wurden rund 10000 Spielzeuge an die 20 Filialen geliefert. Bis jetzt gingen allein im Geschäft in Aichach 1000 Stück über die Ladentheke. „In der Anfangsphase gab es sie nicht in jedem Laden“, sagt Krömer. Somit war sein Laden für die meisten die erste und einzige Anlaufstelle.

Kleinere Spielwarenhändler konnten die plötzlich aufkommende Nachfrage kaum bewältigen. Für Barbara Stransky, Inhaberin von Schreibwaren Stevens in Aindling, waren die Fidget-Spinner schwer zu bekommen. Erst vergangene Woche kam die erste Lieferung. Einen anderen Schwerpunkt setzt die Buchhandlung Rupprecht in Aichach. Die Inhaberin Susanne Schneider erklärt: „Es wird Bücher über Fidget-Spinner geben. Sie zeigen durch Fotos und Beschreibungen was man damit machen kann.“ Zusammen mit dem Spielzeug selbst seien die Bücher ab Juni beziehungsweise Juli im Laden zu finden. Besonders Zehn- bis Zwölfjährige hätten verstärkt danach gefragt.

Was für den Erfolg verantwortlich ist, weiß Christian Krömer selbst nicht genau. Für ihn ist aber klar, dass der Fidget-Spinner durch soziale Medien und das Smartphone an Bedeutung gewonnen habe. Barbara Stransky sieht den Erfolg an anderer Stelle: „Es ist klein, passt überall rein, braucht keinen Strom und kann überall mitgenommen werden.“

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