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Aichach-Friedberg

28.03.2019

Forum Z: Ein Bündnis im Landkreis wäre ein Erfolg

Martin Horack (Geschäftsführer von Schloss Blumenthal) und Ernst Haile (Vorsitzender der Kreisgruppe des Bund Naturschutz) vor dem Nachhaltigkeitsbaum, der 2017 im Hof von Schloss Blumenthal gepflanzt wurde. Im Hintergund das Seminargebäude, in dem das dritte Forum Zukunft stattfinden wird.
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Martin Horack (Geschäftsführer von Schloss Blumenthal) und Ernst Haile (Vorsitzender der Kreisgruppe des Bund Naturschutz) vor dem Nachhaltigkeitsbaum, der 2017 im Hof von Schloss Blumenthal gepflanzt wurde. Im Hintergund das Seminargebäude, in dem das dritte Forum Zukunft stattfinden wird.
Bild: Katja Röderer

Mit Workshops, Vorträgen und Gesprächen soll das Forum Zukunft in Blumenthal die Ideen und Pläne für ein ressourcenschonendes Leben voranbringen

Es geht ihnen nicht schnell genug. Ja, beim Thema Nachhaltigkeit hinke der Landkreis Aichach-Friedberg sogar eher etwas hinterher, findet Ernst Haile, Vorsitzender der Kreisgruppe Aichach-Friedberg im Bund Naturschutz. Der Geschäftsführer von Schloss Blumenthal, Martin Horack, sieht das genauso. Das dritte Forum Zukunft für nachhaltige Entwicklung soll jetzt für mehr Dynamik sorgen. Es findet am Sonntag, 7. April, von 9 bis 17.30 Uhr auf Schloss Blumenthal statt. Jeder kann sich anmelden und dabei sein. Dieses Mal wird es spannend.

Denn so ganz genau wissen die Veranstalter nicht, ob sich Schüler der Fridays-for-future-Bewegung unter die Gäste mischen. Ernst Haile überlegt: „Wer weiß, vielleicht kommen sie auch und demonstrieren.“ Er hofft jedenfalls auf rege Beteiligung aus allen Generationen. Im vergangenen Jahr seien etwa 80 Interessierte dabei gewesen. Haile ist damals aufgefallen, wie viel Wissen über Nachhaltigkeit sie ins Forum Z mitgebracht hatten.

Ein Ziel der Veranstaltung ist der Austausch untereinander

Auch in diesem Jahr ist es ein wichtiges Ziel der Veranstaltung, dass sich die Gäste unter dem Titel „Motivation Zukunft“ austauschen und vernetzen. Am Nachmittag finden 20-minütige Workshops statt, in denen konkrete Vorstellungen entwickelt werden sollen. Das inzwischen vom Landkreis mitgetragene Projekt „Öko Das Paartal soll Öko-Modellregion werden modell-Region“ ist bei so einer Veranstaltung zustande gekommen. Die offizielle Entscheidung über den Förderantrag für die „Ökomodell-Region“ wird Anfang Mai erwartet.

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Schon jetzt stellt die Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege, Manuela Riepold, eine neu entwickelte Karte vor, die in Kürze im Internet abrufbar sein soll. Streuobstwiesen, Biotope, Totholzhaufen im heimischen Garten – all das kann hier eingetragen werden. So vermittelt die Karte am Ende ein übersichtliches Bild vom Wittelsbacher Land und den konkreten Bemühungen seiner Bewohner für Artenvielfalt und Klimaschutz.

Es soll an diesem Tag ganz allgemein um bürgerschaftliches Engagement gehen, um private Gärten, um kommunale Liegenschaften und um Landwirtschaft. Margret Rasfeld, die mit ihrer Initiative „Schule im Aufbruch“ für einen Wandel in der Bildungskultur eintritt, wird als erste einen Vortrag halten.

Andrea Brehm, Sprecherin der Gemeinwohl-Ökonomie und Friedensfachkraft mit Einsätzen in Kambodscha und im Kosovo, wird über die 17 Ziele der Nachhaltigkeit sprechen und Volkshochschulleiter

Manfred Lehner berichtet davon, welchen Weg zu mehr Nachhaltigkeit sein Landkreis Amberg-Sulzbach beschritten hat. Außerdem ist Frithjof Finkbeiner, Schirmherr der Aktion „Plants for the planet“, vor Ort. Es werden Bäume im Schlosshof gepflanzt.

Viele Regionen seien bei diesen Themen schon weiter als Aichach-Friedberg, da sind sich Ernst Haile und Martin Horack einig. Sie verweisen beispielsweise auf Pfaffenhofen, wo Busfahrten kostenlos angeboten werden und die Taktung der Fahrten verkürzt wurde. Das seien mutige politische Entscheidungen, finden sie. Und Horack erklärt: „Wir wollen zu solchen Entscheidungen motivieren.“

Haile: "Es dauert seine Zeit"

Ob es im Landkreis in Sachen Klimaschutz und Nachhaltigkeit insgesamt zu langsam vorangehe? „Es dauert seine Zeit“, weiß Haile. Pfaffenhofen oder Augsburg hätten schon einen Nachhaltigkeitsmanager. Auch ein Nachhaltigkeitsrat, der Unternehmen oder Kommunen beratend zur Seite steht, fänden Haile und Horack für Aichach-Friedberg wichtig. Hinzu kommt, dass die Bemühungen rund um das Forum Zukunft seit Jahren auf ehrenamtlicher Arbeit beruhen und allmählich eine Professionalisierung angedacht wäre. Horack verweist auf die günstige Ausgangslage im Landkreis, in dem es der Wirtschaft doch recht gut gehe.

Das wohl wichtigste Ziel lautet am 7. April, sämtliche Akteure, Vereine und Stammtische, die mit dem Thema zu tun haben, in einem Bündnis für Nachhaltigkeit unter ein Dach zu bekommen. Dieses Bündnis soll dann auch einen eigenen Internetauftritt bekommen.

Anmeldung Beim Bund Naturschutz werden Anmeldungen entgegengenommen unter Telefon 08233/849171 oder per E-Mail an mail@bn-aic.de. Teilnahme auf Spendenbasis.

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