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Aichach-Friedberg

31.01.2015

Fragenkatalog an den Rathauschef

„Mordsloaserei“: Der Graben an der Schmidstraße in Hausen stellt eine Herausforderung für die Fußgänger dar.
Bild: Martin Golling

60 Zuhörer in Stotzard interessieren sich für Kabelverlege-Arbeiten, Internetausbau und Asylbewerber. Zinnecker kritisiert Stillstand nach Razzia bei TSV Aindling.

Über 60 Menschen aus der Pfarrei Stotzard kamen zur Bürgerversammlung im Stotzarder Gemeinschaftshaus. „Es ist wie immer die am besten besuchte Bürgerversammlung“, stellte Bürgermeister Tomas Zinnecker zufrieden fest. Die Zuhörer zeigten nicht nur Interesse am Geschehen in der Großgemeinde Aindling, sie hatten sich auch einen umfangreichen Fragenkatalog zurechtgelegt.

Benjamin Schröter aus Hausen bemängelte die Arbeiten der Firma, die für die Lechwerke (LEW) die 20-Kilovolt-Leitungen verlegt: „So wie das jetzt aussieht, wird das ein richtiges Flickwerk.“ Zinnecker warb um Verständnis: „Wenn wir jeden Gehweg komplett wiederherstellen lassen, dann ist das eine Verbesserung, die wir als Gemeinde auch anteilig bezahlen müssen.“

Günter Braun aus Hausen berichtete, dass mit dem Wintereinbruch die Arbeiten der Kabelverlege-Firma abrupt abgebrochen worden seien. Ein 15 Zentimeter tiefer Graben lasse nicht einmal Schneeräumen zu: Die Stelle sei nicht einmal abgesichert, so Braun. Zinnecker versprach, sich umgehend mit den LEW in Verbindung zu setzen.

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Asylbewerber Florian März wollte wissen, wie es derzeit mit Asylsuchenden in der Gemeinde ausschaue. „Gar nicht“, antwortete der Bürgermeister und ergänzte: „Weil wir derzeit keine haben.“ Das Haus, in dem welche gelebt hatten, sei nach einem – nicht von den Bewohnern verursachten – Wasserschaden nicht bewohnbar.

Internetausbau Roland Braun wollte wissen: „Wenn wir über Aindling schnelles Internet bekommen, ändert sich dann unsere Vorwahl für Gaulzhofen (der Ortsteil ist über die Vorwahl für Affing zu erreichen, Anm. d. Red.)?“ Die Antwort kam von Bernd Aichele: „Die Vorwahl bleibt.“

Hecken/Bäume Josef Lechner regte an, die Hecken an den Äckern zurückzuschneiden: „Die Äste hängen so tief, dass der Mähdrescher nicht vorbeikommt.“ Martin Erhard fand, dass die Ahornbäume am Hausener Spielplatz zu dicht stehen. „Das wird zu dunkel dort.“ Beides wird sich der Bauhof ansehen.

Friedhof Kirchenpfleger Franz Reich stellte fest, dass auch in Stotzard Urnenbestattungen immer öfter nachgefragt werden. Zinnecker: „Wir wollen keine Stelen, doch so kleine Urnengräber können wir auch kurzfristig anlegen.“ Rudolf Kraus gab zu bedenken, dass dort bereits Fundamente für große Gräber eingebaut sind: „Wir müssen schon wissen, wo künftig Urnengräber machbar sind.“ Resi März fragte, ob im alten Stotzarder Friedhof auch ein Bassin wie im neuen errichtet werden könne. Zinnecker zufolge soll sich der Bauausschuss das anschauen.

Hydranten Josef März ist Feuerwehrkommandant in Stotzard. Als solcher kontrollieren er und seine Mannschaft auch regelmäßig die Hydranten. März stellte fest: „Die Mängelliste von 2014 ist dieselbe wie die von vor drei Jahren. Ein Hydrant verliert seit drei Jahren Wasser, da kommt niemand von der Hardhofgruppe.“ Josef Settele nahm als zweiter Vorsitzender des Wasserzweckverbandes seinen Wasserwart gegen diese Kritik in Schutz: „Ich höre zum ersten Mal von diesen Mängeln. Es gibt auch bisher keine Meldungen, dass die Arbeiten nicht ordentlich erledigt würden.“

TSV Aindling Michael Keller fragte nach dem Fortgang der Dinge beim TSV Aindling nach der Razzia Ende 2011. Tomas Zinnecker kritisierte: „Das ist eine Sauerei, dass da nichts weitergeht. Die Gemeinde hat für den TSV beim Sportheimneubau eine Bürgschaft von 400000 Euro geleistet.“

Arbeitsplätze Keller erkundigte sich nach der Zahl der Arbeitsplätze in der Gemeinde. Deren Oberhaupt sagte, dazu gebe es keine Statistik, und erklärte: „Wir sind kein Gewerbestandort, werden aber auch nie einer werden.“

Wertstoffsammelstelle Keller forderte für die neue, interkommunale Wertstoffsammelstelle einen Windschutz: „Mir tun die Leute leid, die dort arbeiten müssen. Da zieht’s, da ist’s brutal kalt.“ Es stehe noch die Begrünung aus, erklärte Zinnecker.

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