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Justiz

30.11.2018

Frauen in Aichach schlagen und vertragen sich

Der Streit zwischen drei Freundinnen eskalierte und endete vor dem Amtsgericht Aichach. Urteil: vorsätzliche Körperverletzung.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Drei junge Frauen aus dem Raum Aichach werden handgreiflich. Inzwischen sind sie wieder befreundet.

Rabiat verlief das Treffen zwischen einer 18-Jährigen aus dem Raum Aichach und ihren 19 und 17 Jahre alten Freundinnen. Die 18-Jährige schlug in ihrer Wohnung auf eine der beiden ein und verletzte sie. Den beiden anderen – sie sind Schwestern – wird vorgeworfen, am Tag des Vorfalls auf die im Bett liegende 18-Jährige eingeschlagen zu haben. Die ältere Schwester musste sich kürzlich vor der Jugendrichterin wegen vorsätzlicher Körperverletzung verantworten. In der nicht öffentlichen Verhandlung stritt die Angeklagte alles ab, wie Pressesprecherin Daniela Lichti-Rödl auf Anfrage mitteilte. Bei einem Treffen Mitte Februar waren die drei Frauen in der Wohnung der 18-Jährigen aneinandergeraten. Die 18-Jährige schubste eine der beiden anderen, zog sie an den Haaren und schlug ihr mit der flachen Hand ins Gesicht. Als diese hinfiel und am Boden lag, trat die 18-Jährige ihr noch mit dem Fuß in den Bauch. Ihre Kontrahentin zog sich dabei unter anderem am Schienbein und am rechten Oberarm Blutergüsse zu.

Angeklagte bereits Ende Oktober verurteilt

Jugendrichterin Eva-Maria Grosse verurteilte die Angeklagte bereits Ende Oktober wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu zwei Freizeitarresten, 80 Stunden sozialen Hilfsdiensten sowie drei bis fünf Gesprächsweisungen, in denen es um die Themen Freundschaft und Körperverletzung gehen wird.

Bei der kürzlich angesetzten Verhandlung gegen die beiden Schwestern war nur die 19-Jährige erschienen. Sie stritt ab, auf die 18-Jährige eingeschlagen zu haben. Jugendrichterin Grosse glaubte ihr nicht und verurteilte sie wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu 64 Stunden Hilfsdiensten.

Die jüngere Schwester war zur Verhandlung nicht erschienen. Der 17-Jährigen wird vorgeworfen, dass sie der 18-Jährigen außerdem ein Trinkglas ins Gesicht geschlagen haben soll, worauf diese Nasenbluten bekam. Richterin Grosse entschied sich laut der Pressesprecherin gegen einen Haftbefehl. Stattdessen wird sich die 17-Jährige im neuen Jahr in einem eigenen Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung vor Gericht verantworten müssen.

Übrigens: Die drei jungen Frauen sind laut Lichti-Rödl inzwischen wieder befreundet. (drx)

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