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Frauenbund: Viele warten vergebens auf Herz oder Niere

Frauenbund

Viele warten vergebens auf Herz oder Niere

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    Viele warten vergebens auf Herz oder Niere
    Viele warten vergebens auf Herz oder Niere

    Aichach Fragen zur Organspende beantwortete Lieselotte Hartwich bei einem Infoabend des Katholischen Frauenbundes Aichach. Die Referentin engagiert sich in der Regionalgruppe des Bundesverbandes der Organtransplantierten, der Betroffene vor und nach der Transplantation zur Seite steht.

    Hartwich schilderte anschaulich die starke Beeinträchtigung der Lebensqualität, die zum Beispiel Dialysepatienten ertragen müssen, und ging auf die unterschiedlich langen Wartezeiten auf ein Spenderorgan ein.

    Transplantiert wer- den heute am häufigsten Nieren, dann folgen Herz, Lunge und Leber. Auch die Transplantation von Hornhaut und Bauchspeicheldrüse, seit Kurzem auch des Dünndarms, sind möglich.

    Die Angst, dass man zu schnell für tot erklärt wird

    Die Anwesenden bewegte vor allem die Frage, wie und wann der Hirntod eines potenziellen Organspenders festgestellt wird. Hartwich wusste, dass dazu ein Neurochirurg zugezogen werden muss und neben einem tiefen Koma der Ausfall zentraler Reflexe, wie zum Beispiel der Pupillenreflex, und ein komplett ausgefallener Atemantrieb Voraussetzungen sind.

    Lieselotte Hartwich bat alle Zuhörer, sich mit dem Gedanken an eine Organspende auseinanderzusetzen und mit den Angehörigen zu besprechen.

    Wer sich dazu entschlossen hat, sollte einen Organspendeausweis ausfüllen und stets mit sich tragen, riet Hartwich. Damit würde im Ernstfall den Angehörigen eine schwere Entscheidung abgenommen und einem schwer kranken Menschen durch Spenden eines Organs geholfen. Denn nicht die möglichen Komplikationen, die es bei Organtransplantationen gibt, sind das größte Risiko für betroffene Patienten, sondern der Mangel an Spenderorganen. (brw)

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