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Gedenkfeier in der Western-City

26.04.2016

Fred Rai hätte seine Freude gehabt

Da wurden Erinnerungen wach Ricardo Ross (links) sang wie einst Fred Rai, Volker Waschk führte durch den Nachmittag. Ein ge setzt wurde auch historische Dokumente wie Broschüren oder Tonbandaufnahmen.
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Da wurden Erinnerungen wach Ricardo Ross (links) sang wie einst Fred Rai, Volker Waschk führte durch den Nachmittag. Ein ge setzt wurde auch historische Dokumente wie Broschüren oder Tonbandaufnahmen.
Bild: Brigitte Glas

Im voll besetzten Saloon in Dasing werden viele Erinnerungen an den singenden Cowboy wach. Zum Todestag ist auch eine neue CD mit seinen Liedern erschienen.

Genau ein Jahr ist es her, dass Fred Rai völlig unerwartet starb. Zum ersten Todestag des Gründers und Besitzers der Western-City in Dasing hatte das Team zu einer Gedenkfeier für ihren ehemaligen Chef eingeladen. Wie angekündigt, geriet der Nachmittag nicht zur Trauerfeier. In der Western-City war es wie immer: Der Saloon war bis voll besetzt mit Freunden, Weggefährten und Fans, die zum Teil in ihren Westernkluft erschienen waren. Rai hätte seine Freude daran gehabt. Sein ausdrücklicher Wunsch war es gewesen, dass sein Lebenswerk weitergeführt und weiterentwickelt wird. Er scheint sich zu erfüllen.

Die Besucher schwelgten in Erinnerungen an den ehemaligen Hausherrn. Kaum einer konnte sich an alles erinnern, was das Multitalent über die Jahre alles gemacht hatte. Volker Waschk, der Sprecher der Western-City, führte durch das Programm und begrüßte zahlreiche Geschäftspartner, die längst zu Freunden geworden waren. So wie der Sänger Ricardo Ross, der zahlreiche Klassiker an Countrysongs und anderen Liedern vortrug, die auch Fred Rai oft und gerne gesungen hat. Ross unterstützte den singenden Cowboy seit den Anfängen als Musiker. Mitgebracht hatte Ross ein funktionierendes Tonbandgerät, das Ausschnitte aus einer Radiosendung von 1973 abspielte.

Ebenfalls gekommen war Heinz Imminger. Der orthopädische Schuhmachermeister hatte einst „Hausschuhe“ für Spitzbub, das legendäre Fernsehpferd angefertigt. Nur so konnte Fred Rai in Fernsehstudios hineinreiten. Imminger, selbst aktiver Reiter, ließ sich von der Methode des „Rai-Reitens“ überzeugen und praktiziert sie noch heute. „Spitzbub“ ist weiterhin in der Western-City präsent. Zusammen mit Tessa Bauer kam er auch zur Gedenkfeier wieder in den Saloon. Das Team hatte die Dokumente eines ganzen Cowboylebens zusammengetragen.

Gezeigt wurden Videoaufnahmen von Auftritten in Fernsehshows und -serien, Fotos aus den Anfängen der Western-City, Broschüren, CDs und DVDs. Fernsehproduzent Hans Wacker erinnerte sich an seine Show „Mach die Reise“, in der beim MDR kurz nach der Wende auch Fred Rais Erlebnispark als lohnendes Reiseziel vorgestellt wurde. Später wurde Wacker zum Lektor für Rais Bücher.

Zusammen mit Werner Dasch sind Fred Rais CDs entstanden. Dasch erinnerte sich an „harte Verhandlungen, aber was ausgemacht war, hätte ohne Wenn und Aber gegolten. Fred Rai hat viel gesungen, selbst auf Russisch. Weil er die Sprache nicht beherrschte, erfand er „sein“ Russisch mit typischen Lauten. Jetzt gibt es eine neue CD mit dem Titel „Fred Rai – unvergessen“. Darauf sind 19 Titel, die größtenteils noch auf keinen Tonträger gefunden haben. Es sind analoge Aufnahmen aus den 1970er-Jahren, die Tessa Bauer und Volker Waschk ausgesucht haben. Die Karl-May-Festspiele gehen auch in diesem Jahr weiter. Regisseur und Darsteller Peter Görlach gab schon mal einen Vorgeschmack auf „Winnetou II“. Eine langjährige Freundschaft verband Fred Rai mit Pädagogik-Professor Helmut Zöpfl. Die beiden Männer hätten sich „gegenseitig geprägt“, wie Zöpfl sagte. Die Werte von Karl May seien zeitlos und immer noch aktuell.

Am kommenden Wochenende beginnt die diesjährige Saison in der Western-City.

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