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Gemeinderat II

12.02.2015

Freie Fahrt für Rollis

Ein Rolli-Fahrer hat keine Chance: Er kann die Affinger Gemeindeverwaltung nicht betreten. Das soll sich in Zukunft ändern. Voraussichtlich wird ein Treppenlift installiert.
Bild: Martin Golling

Endlich sollen auch Behinderte Zugang zur Affinger Verwaltung bekommen

Ein Rollstuhlfahrer hat derzeit keine Chance, selbstständig seinen Pass in der Affinger Gemeindeverwaltung zu beantragen. Die sechs Treppenstufen hinauf zum Eingang hindern ihn daran. Auch drinnen ist das Gebäude alles andere als behindertengerecht. Der Sozialverband VdK hatte die Kommune auf den Missstand hingewiesen. Architekt Markus Schneider präsentierte am Dienstag im Gemeinderat mögliche Lösungen. Klar ist: Restlos barrierefrei wird die Verwaltung auch damit nicht sein.

Schneiders Ideen sind ein Kompromiss, denn „ein Komplettumbau wird nicht zur Debatte stehen“. Deshalb präsentierte er die Mindestanforderung: Ein Behinderter muss wenigstens Zugang zum Einwohnermeldeamt haben, weil das am häufigsten genutzt wird. Das befindet sich im Erdgeschoss. Während der Eingang breit genug ist, sind die beiden betroffenen Zimmertüren zu schmal. Die müsste man verbreitern.

Kosten für die Änderungen drinnen: rund 10000 Euro. Der Zugang ins Haus ließe sich mit einem Treppenlift bewerkstelligen, der auf 20000 Euro kommt. Möglich wäre auch eine Rampe. Die aber würde in Affing recht lang ausfallen.

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Die Steigung darf maximal sechs Prozent betragen, nach sechs Metern muss ein Podest kommen. Vier Podeste wären nötig. Kosten: rund 51000 Euro. Würde man in diesem Zuge die Insel vor dem Verwaltungsgebäude entfernen und weitere Parkplätze schaffen, wären es sogar rund 72000 Euro. Gerade neue Stellplätze bezeichnete Winklhofer als dringend nötig. Sie sind Mangelware vor Schulhaus und Verwaltung.

In der Diskussion zeichnete sich eine Mehrheit für den Treppenlift ab. Georg Engelhard und Josef Schmid regten aber an, die Planung zuvor mit dem VdK und dem Behindertenbeauftragten des Landkreises, Josef Koppold, abzusprechen. Erst dann wird entschieden. Auch was die Frage der zusätzlichen Parkplätze anbelangt. (jca)

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