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Friedberg

08.05.2015

Friedberger Förderschüler ziehen in Ersatzbau um

Die Vinzenz-Pallotti-Förderschule in Friedberg ist seit Langem sanierungsbedürftig. Weil es jetzt auch noch Probleme mit dem Brandschutz gibt, plant der Kreis einen Ersatzbau auf dem Sportplatz.
Bild: Andreas Schmidt

Die Vinzenz-Pallotti-Schule ist marode und soll generalsaniert oder gleich neu gebaut werden. In der Zwischenzeit wird die komplette Schule auf den Sportplatz ausgelagert.

Die Friedberger Förderschüler ziehen im nächsten Jahr um – aber nicht weit. Auf dem Sportplatz nördlich der maroden Vinzenz-Pallotti-Schule im Osten von Friedberg soll ein Ersatz in Modulbauweise entstehen. Im Bauausschuss des Kreistags stellte Architekt Wolfgang Rockelmann nun die Planung für ein zweistöckiges Gebäude mit einer Nutzfläche von rund 2700 Quadratmetern vor, das das Gelände der Schule nördlich des Hartplatzes bis zur Wiffertshauser Straße nahezu komplett überbaut.

Derzeit rund 200 Kinder in 17 Klassen

In der Friedberger Förderschule werden derzeit rund 200 Kinder in insgesamt 17 Klassen unterrichtet. Der Interimsbau soll genutzt werden, bis die rund 40 Jahre alte Schule generalsaniert oder durch einen Neubau ersetzt ist.

Die Mängel der Mitte der 70er-Jahre in damals typischer Stahlbeton-Skelettbauweise errichteten Schule standen seit den 90er-Jahren immer wieder auf der Tagesordnung der Kreispolitik. Eine Generalsanierung (Betonfassade, Flachdach, Energieverbrauch etc.) ist unumgänglich, wurde aber mehrmals verschoben.

Jetzt kommen verschärfte Brandschutzauflagen dazu. Das mache eine Sanierung im Bestand mit gleichzeitigem Schulbetrieb unmöglich, sagt Rainer Hurler, Leiter der Hochbauabteilung im Landratsamt, auf Anfrage unserer Zeitung. Jetzt soll mit dem Ersatzbau Zeit gewonnen werden.

Bis spätestens zum Schuljahresbeginn im September 2016 soll das Interimsgebäude dann mit insgesamt 18 Klassenzimmern, Fach- sowie Nebenräumen stehen und die komplette Schule dann umziehen. Vom Altbestand wird dann nur noch die Turnhalle genutzt. Dann wird laut Hurler das bestehende Gebäude gründlich untersucht – mit Blick auf zwei Optionen: Generalsanierung oder Abriss und anschließender Neubau. Beides ist nur mit einer Auslagerung der Schule möglich.

Kreis erhofft sich günstige Angebote

Das Ersatzgebäude soll jetzt funktional ausgeschrieben werden. Das heißt: Der Landkreis will den Anbietern nicht Bauweise, Konstruktion und Material vorschreiben. Ob Container, Holzbauweise oder Metall – für Hurler ist das ganze Spektrum möglich. Der Kreis erhofft sich so günstige Angebote. In der Regel werden solche Ersatz-Bauwerke gemietet. Architekt Rockelmann rechnete den Ersatzbau auf rund sechs Millionen Euro hoch. Ein vergleichbarer Massivbau würde in etwa doppelt so viel kosten.

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