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Fasching

27.02.2017

Friedlich, fröhlich, frühlingshaft

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4 Bilder
Tausende säumten die Griesbeckerzeller Straßen. Das Prinzenpaar winkte den vielen Gästen fröhlich zu.
Bild: Erich Echter

Aichacher Paartalia lacht am Samstag die Sonne. Nach Zell locken am Sonntag die milden Temperaturen die Menschen in Scharen. Veranstalter ziehen eine positive Bilanz

Von Johann Eibl, Gerlinde Drexler und Erich Echter

Aichach/Griesbeckerzell Besser hätten es sich die Narren, ihr Fußvolk und ihre zahlreichen Gäste nicht wünschen können: Ein frühlingshaftes Wetter begleitete das Faschingswochenende und sorgte für beste Stimmung in Aichach und Griesbeckerzell. Die Paartalia konnte sich beim Faschingstreiben am Samstag über etwa 500 Besucher freuen. In Griesbeckerzell schätzten die Veranstalter gestern die Zahl der Gäste gar auf 18000 bis 20000.

Neben der enormen Resonanz freuten sich die Organisatoren in Zell vor allem über die Bilanz, die sie am Sonntagabend ziehen konnten. „Polizeilicherseits war es sehr ruhig“, stellte Einsatz- und Inspektionsleiter Erich Weberstetter fest. In diesem Sinne äußerte sich auch Mario Pettinger vom Bayerischen Roten Kreuz, das mit 28 Personen präsent war. Er notierte zehn Verletzte, von denen die meisten abends schon wieder zuhause waren. In zwei Fällen mussten Besucher wegen übermäßigen Alkoholkonsums ins Krankenhaus gebracht werden.

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Die Feuerwehren aus Sulzbach, Oberschneitbach unterstützten ihre Zeller. Auch bei ihnen lief alles in ruhigen Bahnen, Kreisbrandinspektor Christian Happach betonte. Insgesamt waren 100 Einsatzkräfte tätig. Bernhard Höß, Gruppenführer der Zeller Wehr, unterstrich die sehr harmonische Zusammenarbeit: „Ich denke, das wird weiter so sein.“

Norbert Bachmann, Chef der Veranstaltung, kündigte an, man wolle den Umzug noch familienfreundlicher gestalten: „Bis auf Kleinigkeiten war alles im Rahmen.“ Seiner Ansicht nach hat es sich gelohnt, an die Vernunft der Leute zu appellieren, anstatt auf die Wirkung von Verboten zu setzen. Dass sich am Mittwoch vor der Veranstaltung die Verantwortlichen zusammensetzen, habe sich bewährt. Bachmann sprach die Zugstrecke an, die 500 Meter betrug, und zeigte sich zudem erfreut darüber, dass viele „bunte und wunderschöne Fußgruppen“ mit von der Partie waren.

Deshalb ging es auf der Hauptstraße des Aichacher Ortsteils eng her. Das von „16000 PS-Diesel“ gezogene Narrenschiff dampfte voraus. Ihm folgten zum Beispiel eine Gruppe laufender Luxushandtaschen (Shopping Queen, Griesbeckerzell), Neandertaler auf einem Holzmotorrad (die huizigen Rinadoier) oder der Fanclub des Dreigestirns, der sich von Affen auf den Schultern tragen ließ. Als grauhaariger Opa stakste der 19-jährige Daniel Kienzle aus Langweid durch den Ort. Damit könne er gut alle Wehwehchen ausleben, die er nach dem Umzug haben werde, flachste er. Rund eineinhalb Stunden dauerte es, bis das Narrenschiff und die über 30 Teilnehmer ihre Runde durch Zell gezogen hatten. Heute früh beginnt schon ab acht Uhr das große Aufräumen. Die vielen Helfer dürfen sich anschließend beim Kesselfleischessen in der Faschingshalle stärken.

Aichach Ebenfalls beste Stimmung hatte bereits am Samstag auf dem oberen Stadtplatz vor der Bühne am Rathaus geherrscht. Das fröhliche Treiben unter der Regie der Faschingsgesellschaft Paartalia verlief nach Auskunft der Aichacher Polizei ebenfalls ohne nennenswerte Zwischenfälle.

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