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Neuburg/Aichach

05.07.2010

Frusttrinkerin beleidigt Polizisten übel

Da halfen auch die Tränen nicht mehr weiter: Eine 20-Jährige aus Aichach wurde in Neuburg verurteilt. Der Grund: Sie war betrunken Auto gefahren. Aber das war nicht alles.

Die Tränen flossen reichlich, als im Amtsgericht Neuburg Staatsanwältin Dr. Katharina Hartmann zwei Freizeitarreste für eine 20-Jährige aus Aichach forderte. Die junge Frau war betrunken Auto gefahren und hatte die Polizeibeamten, nachdem sie in Schrobenhausen aufgehalten worden war, auch noch aufs Übelste beschimpft. Doch Richter Gerhard Reicherl verurteilte die Aichacherin "nur" zu 100 Arbeitsstunden.

Eine Kurzschlusshandlung nannte Verteidiger Peter Hugger den Vorfall im Juni 2009. Die junge Frau fuhr mit 1,5 Promille Alkohol im Blut von Aichach nach Schrobenhausen. Als sie zwei Polizisten kontrollieren wollten, sperrte sich die 20-Jährige in ihrem Fahrzeug ein und fuhr auf und davon. Beim nächsten Anlauf stellten sie die Beamten und forderten die betrunkene Frau wiederum auf, auszusteigen.

Doch die Fahrerin kam dem nicht nach und wollte ihr Auto wieder starten. Da schlugen die Beamten die Frontscheibe des Fahrzeugs ein.

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Wie von Sinnen sprang die Frau aus dem Auto, schrie die beiden Polizisten an "Ihr spinnt wohl!" und versuchte, einem der beiden Männer einen Schlag aufs Kinn zu verpassen. Nur mit Mühe konnten die Beamten die rasende Frau ins Dienstfahrzeug zerren. Auf der Fahrt zum Revier beschimpfte sie die beiden Polizisten weiter mit nicht druckreifen Ausdrücken.

Seine Mandantin habe durch die Ausnahmesituation die Nerven verloren, sagte der Anwalt. Die 20-Jährige hatte an diesem Abend eine Krise mit ihrem Freund. Außerdem war auch noch ihre Mutter ins Krankenhaus gekommen.

Es tue ihr leid und sie habe sich auch bei einem der beiden Polizisten entschuldigt, bereute die junge Frau ihre Tat vor Gericht. Hugger sagte, es fordere eine gewisse Größe und Einsicht, sich zu entschuldigen und deshalb würde auch eine Geldstrafe von 1000 Euro ausreichen. (josa)

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